Precious - Das Leben ist kostbar

Drama | USA 2009 | 110 Minuten

Regie: Lee Daniels

Porträt einer extrem übergewichtigen schwarzen 16-Jährigen aus dem New Yorker Stadtteil Harlem, die von ihrem Vater vergewaltigt und von der Mutter misshandelt wird. Das packende Drama verbindet die trostlose Bilanz der Lebensumstände in den sozialen Ghettos moderner Großstädte mit einer widerständigen Entwicklungsgeschichte. Dabei begnügt sich das provozierende Melodram nicht mit dem ungeschminkten Blick hinter die Fassaden der Wohlstandsgesellschaft, sondern zeigt auch, wie soziales Engagement und Hartnäckigkeit das Schicksal verändern können. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
PRECIOUS: BASED ON THE NOVEL PUSH BY SAPPHIRE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2009
Regie
Lee Daniels
Buch
Geoffrey Fletcher
Kamera
Andrew Dunn
Musik
Mario Grigorov
Schnitt
Joe Klotz
Darsteller
Gabourey Sidibe (Precious) · Mo'Nique (Mary) · Aunt Dot (Tootsie) · Paula Patton (Ms. Rain) · Mariah Carey (Ms. Weiss)
Länge
110 Minuten
Kinostart
25.03.2010
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die umfangreichen Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs sowie ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (2 Min.).

Verleih DVD
Prokino/EuroVideo (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Prokino/EuroVideo (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Amerikanische Kritiker haben „Precious“ einen Horrorfilm genannt. Sie haben nicht ganz Unrecht, obwohl es in Lee Daniels’ Film weder Axtmörder noch Vampire gibt. Die Realität von Harlem hat einen viel schlimmeren Horror hervorgebracht, als Hollywood ihn je erfinden könnte. Manche Zuschauer haben sich von dem Film abgewandt, weil sie ihn nicht ertragen konnten oder weil sie nicht wahrhaben wollten, dass die Zustände, die er beschreibt, in einem zivilisierten Land wie den USA existieren könnten. Doch so wenig Street Gangs, Vergewaltigung und Drogenkonsum aus dem Alltag amerikanischer Großstädte weggeleugnet werden können, so wenig ist das Schicksal von Halbwüchsigen, die in niederdrückenden häuslichen und sozialen Verhältnissen aufwachsen, eine Ausnahmeerscheinung. „Wenn wir hinsehen würden“, schrieb der Chicagoer Kritiker Roger Ebert, „hätten wir sie auch gesehen. Menschen sehen oft nicht richtig hin. Sie sehen, urteilen und schauen weg.“ Lee Daniels’ Film macht das Wegschauen unm

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