Das Bildnis des Dorian Gray (2009)

Literaturverfilmung | Großbritannien 2009 | 112 Minuten

Regie: Oliver Parker

Neuerliche Adaption des Romans von Oscar Wilde über einen jungen Dandy, der sich im viktorianischen London zu einer keinerlei moralische Schranken akzeptierenden Kunstfigur entwickelt. Inszenatorisch an Albert Lewins Verfilmung aus dem Jahr 1945 orientiert, beschränkt sich die gepflegte Neuinszenierung auf eine rein äußerliche Wiedergabe des Stoffs, ohne ihm eine eigenständige Deutung abzugewinnen. In der Hauptfigur fehlbesetzt, missdeutet der Film überdies den hedonistischen Ästhetizismus der Vorlage als sexuelle Libertinage. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DORIAN GRAY
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2009
Regie
Oliver Parker
Buch
Toby Finlay
Kamera
Roger Pratt
Musik
Charlie Mole
Schnitt
Guy Bensley
Darsteller
Ben Barnes (Dorian Gray) · Colin Firth (Lord Henry Wotton) · Ben Chaplin (Basil Hallward) · Rebecca Hall (Emily Wotton) · Fiona Shaw (Agatha)
Länge
112 Minuten
Kinostart
15.04.2010
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (6 Min.).

Verleih DVD
Concorde/EuroVideo (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Concorde (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Ein Klassiker der Weltliteratur wie „Das Bildnis des Dorian Gray“ hat schon viele Filmemacher fasziniert. Allein in der letzten Dekade vergingen kaum zwei Jahre, in denen Oscar Wildes einziger Roman nicht für einen Kurz- oder Langfilm herhalten musste. Das mag im Theater nichts ungewöhnliches sein, da klassische Vorlagen hier ständig auf ihre Tagesaktualität überprüft werden. Fürs Kino ist es hingegen ziemlich ungewöhnlich, dass die literarische Vorlage seit der Jahrtausendwende nun schon zum vierten Mal adaptiert wurde. Was fasziniert an einer Geschichte, in der anstelle des Porträtierten sein Bild altert? Das ist nicht einfach zu sagen, denn seit 1945 ist den Filmemachern ästhetisch nicht sonderlich viel mehr eingefallen, als die meisterliche Verfilmung von Albert Lewin (fd 920) nachzubilden. Allenfalls di

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