- | Italien 2009 | 151 Minuten

Regie: Giuseppe Tornatore

Sizilianisches Epos um eine Familie und ihre Verstrickungen in die politischen Umbrüche des Landes. Im Mittelpunkt steht ein Hirtensohn, der in den 1930er-Jahren der kommunistischen Partei beitritt, von einem besseren, gerechten Sizilien träumt und sich an der sozialen und politischen Realität aufreibt. Der Film verliert sich in schwankhaften Episoden und poetisch-pittoresken Bildwelten. Der süßliche Firnis der Nostalgie, einer verklärenden Rückschau in die Kindheit, erstickt Dramatik wie auch Brisanz der Geschichte. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BAARÌA
Produktionsland
Italien
Produktionsjahr
2009
Regie
Giuseppe Tornatore
Buch
Giuseppe Tornatore
Kamera
Enrico Lucidi
Musik
Ennio Morricone
Schnitt
Massimo Quaglia
Darsteller
Francesco Scianna (Peppino) · Margareth Madè (Mannina) · Nicole Grimaudo (junge Sarine) · Angela Molina (ältere Sarina) · Lina Sastri (Tana)
Länge
151 Minuten
Kinostart
29.04.2010
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Feature mit vier im Film nicht verwendeten Szenen (2 Min.).

Verleih DVD
Tobis/Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 ital./dt.)
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Diskussion
Ein Junge flitzt durch die staubigen Straßen der sonnendurchfluteten sizilianischen Stadt Bagheria, kurz Baarìa. Es ist eine Art Wettlauf: Wenn er schnell genug mit den Zigaretten zurück ist, die er für einen Mann besorgen soll, bekommt er zum Lohn einige Lira. Sein Auftraggeber spielt an einem Tisch auf einer Piazza mit anderen Männern Karten; sie feuern den kleinen Laufburschen an. Der rennt so schnell er kann, vorbei an den Leuten, die in den malerischen Gassen ihren Beschäftigungen nachgehen. Plötzlich entspannt sich das Gesicht des Kindes: Es hat sich vom Boden gelöst, schwebt wie ein kleines Segelflugzeug und schaut glücklich auf die ockerfarbenen Häuser und Gassen hinunter. Hübsch ist sie durchaus, diese ins Surreale abhebende Exposition. Doch gerade diese Hübschheit wird im Lauf der gut zweieinhalb Stunden, die Giuseppe Tornatores Epos dauert, zum Ärgernis: Über allem liegt das güldene Licht der Nostalgie mit einer so zähflüssigen Sämigkeit, dass die Brisa

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