Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte

Biopic | Frankreich/USA 2009 | 121 Minuten

Regie: Joann Sfar

Eine Filmbiografie des Künstlers, Musikers und Lebemanns Serge Gainsbourg (1928-1991). Trotz des Spiels mit verschiedenen Stilen sowie mit verschiedenen Wirklichkeitsebenen wird dessen Leben und Schaffen weitgehend chronologisch aufgerollt, wobei sich verschiedene Alter Egos des Künstlers reizvoll miteinander mischen. Ohne Vorkenntnisse über Gainsbourgs künstlerisches Profil mitunter unverständlich, entwirft der Film eine leicht kunstgewerbliche, aber sehr amüsante Hommage an den Bohème-"Helden" Gainsbourg. Dessen Mythos wird nicht hinterfragt, gleichwohl nähert sich der Film ihm mit viel formaler Fantasie an. (DVD-Titel: "Gainsbourg - Popstar, Poet, Provokateur") - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GAINSBOURG (VIE HÉROÏQUE)
Produktionsland
Frankreich/USA
Produktionsjahr
2009
Regie
Joann Sfar
Buch
Joann Sfar
Kamera
Guillaume Schiffman
Musik
Olivier Daviaud
Schnitt
Maryline Monthieux
Darsteller
Éric Elmosnino (Serge Gainsbourg) · Lucy Gordon (Jane Birkin) · Laetitia Casta (Brigitte Bardot) · Doug Jones (Die Fresse) · Anna Mouglalis (Juliette Gréco)
Länge
121 Minuten
Kinostart
14.10.2010
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Biopic
Diskussion
Die abenteuerliche Biografie des Sängers, Komponisten, Dichters, Schauspielers, Filmemachers, Malers, Liebhabers und Provokateurs Serge Gainsbourg ist natürlich eine Steilvorlage für ein Biopic, andererseits zugleich auch dessen Überforderung durch pure Stofffülle. Immerhin hat das musikalische Schaffen Gainsbourgs im vergangenen Jahrzehnt auch hierzulande retrospektiv eine Wieder- oder Neuentdeckung erfahren, nicht zuletzt durch die andauernden Karrieren von Jane Birkin und Tochter Charlotte Gainsbourg. Da man mit etwas Glück und Pop-Wissen einigermaßen auf der Höhe der Informiertheit zwischen Boris Vian, „Poupée de cire, poupée de son“, France Gall, „Harley Davidson“, Brigitte Bardot, „Je t’aime“, „Melody Nelson“, „Lemon Incest“, der Reggae-Version der „Marseillaise“ oder den Anzüglichkeiten gegenüber Whitney Houston sein kann, steht der eigenwilligen Annähe

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