Tatil Kitabi (Summer Book)

Drama | Türkei 2008 | 92 Minuten

Regie: Seyfi Teoman

Während der Sommerferien wird ein Junge aus der türkischen Provinz mit dem Verlust seines Vaters konfrontiert, der unerwartet stirbt. Anhand seiner Geschichte sowie der einiger Familienmitglieder beobachtet der stille Film die unterschiedlichen Strategien, mit der Zäsur umzugehen. Das Spielfilmdebüt fängt dabei eine auch gesellschaftlich begründete Atmosphäre von Stagnation und Bedrückung ein, wobei die Figuren ihrem Schicksal gegenüber seltsam leidenschaftslos bleiben. (O.m.d.U.) - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
TATIL KITABI
Produktionsland
Türkei
Produktionsjahr
2008
Regie
Seyfi Teoman
Buch
Seyfi Teoman
Kamera
Arnau Valls Colomer
Schnitt
Çiçek Kahraman
Darsteller
Taner Birsel (Hasan) · Ayten Tökün (Güler) · Osman Inan (Mustafa) · Harun Özüag (Veysel) · Tayfun Günay (Ali)
Länge
92 Minuten
Kinostart
24.06.2010
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Drama

Diskussion
Karstige Landschaft, wohin das Auge auch blickt. Von der türkischen Kleinstadt in Seyfi Teomans Debütfilm ist zunächst nichts zu sehen, bloß die Fundamente eines alten Gemäuers. Unvermittelt beginnt die deprimierend leere Landschaft, sich mit einem Gewimmel blau uniformierter Schüler zu füllen. Schließlich taucht in derselben, sorgsam entwickelten Einstellung das Gesicht eines Jungen auf. Anders als die Mitschüler wirkt der zehnjährige Ali nicht fröhlich, auch später nicht, bestenfalls verträumt. „Tatil Kitabi (Summer Book)“ könnte seine Geschichte sein. Sie ist es anfangs auch, wenn der Lehrer am letzten Schultag ein „Ferienbuch“ verteilt, voller Rätsel und Aufgaben für die Kinder. Vor der Schule nimmt ein älterer Schüler Ali das Geschenk allerdings weg, was sich als endgültiger Verlust herausstellt: Die Ferienbücher kämen direkt aus Ankara, vom Ministerium, sagt der Schreibwarenhändler, als Ali sich ein neue

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren