Mahler auf der Couch

Biopic | Deutschland/Österreich 2010 | 105 Minuten

Regie: Percy Adlon

Im Sommer 1910 sucht der Komponist Gustav Mahler (1860-1911) den Psychoanalytiker Sigmund Freud auf und lässt sich therapieren, weil er wegen einer Liaison seiner Ehefrau Alma mit Walter Gropius nicht mehr weiterweiß. Unentschlossen zwischen Künstlerdrama und -parodie, Geschlechterkampf und Psychoanalyse-Kabarett lavierend, bleibt der Film seinem Sujet gegenüber viel zu vage und ist auch in der Figurenzeichnung holzschnittartig. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MAHLER AUF DER COUCH
Produktionsland
Deutschland/Österreich
Produktionsjahr
2010
Regie
Percy Adlon · Felix Adlon
Buch
Percy Adlon · Felix Adlon
Kamera
Benedict Neuenfels
Musik
Gustav Mahler
Schnitt
Jochen Künstler
Darsteller
Johannes Silberschneider (Gustav Mahler) · Barbara Romaner (Alma Mahler) · Karl Markovics (Sigmund Freud) · Eva Mattes (Anna Moll) · Lena Stolze (Justine-Mahler-Rosé)
Länge
105 Minuten
Kinostart
07.07.2010
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Biopic | Künstlerporträt
Diskussion
Dass eine psychoanalytische Sitzung ein fesselnder Filmstoff sein kann, hat unlängst die amerikanische Fernsehserie „In Treatment“ („Der Therapeut“) bewiesen. Die Narration wurde darin allein über das Erzählte evoziert, während sich die sichtbare Handlung ganz auf die kammerspielartige Interaktion zwischen Analytiker und Patient beschränkte. „Mahler auf der Couch“, die erste gemeinsame Regiearbeit des Vater-und-Sohn-Gespanns Percy und Felix Adlon, geht von einem ähnlich eng gesteckten Rahmen aus, nämlich der historisch verbürgten Analyse-Sitzung zwischen Sigmund Freud und Gustav Mahler. Im Sommer 1910 suchte der von Eifersucht und Minderwertigkeitskomplexen gequälte Komponist und Direktor der Wiener Hofoper den Psychoanalytiker im niederländischen Leiden auf. Gerade hatte er einen an seine Frau gerichteten, aber an ihn adressierten Liebesbrief erhalten (ein absichtsvoller oder versehentlicher freudscher Fauxpas); Absender war der damals noch unb

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