Saturn Returns

- | Deutschland/Israel 2009 | 93 Minuten

Regie: Lior Shamriz

Eine aufgedrehte Nordamerikanerin lässt sich mit einem homosexuellen Freund durch die Bohème-Szene von Kreuzkölln in Berlin treiben, bis sie auf eine junge Israelin trifft, die ihren hedonistischen Lebensstil in Frage stellt. Harte Wechsel zwischen Berlin und Ashkelon unterstreichen die Kluft zwischen den Welten. Brüchig, ohne Erklärungen oder Psychologie erzählt der No-Budget-Film von geborgten Identitäten und vom Fremdsein im Multikulturalismus, wobei die Kamera die Funktion übernimmt, die Stimmungen des Films zu transportieren. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
SATURN RETURNS
Produktionsland
Deutschland/Israel
Produktionsjahr
2009
Regie
Lior Shamriz
Buch
Lior Shamriz · Imri Kahn
Kamera
Lior Shamriz
Schnitt
Lior Shamriz
Darsteller
Chloe Griffin (Lucy) · Tal Meiri (Galia) · Joshua Bogle (Derek) · Julien Binet · Martin Deckert
Länge
93 Minuten
Kinostart
15.07.2010
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Diskussion
„I don’t get her gestures and poses“, heißt es einmal, als die Sprache auf Lucy kommt, Hauptfigur und selbsternannter Star in „Saturn Returns“. Gesten und Posen: Daraus gestalten sich die enervierenden Selbstinszenierungen der aufgedrehten Nordamerikanerin, die es wie so viele an Kreativität, Party und Bohème Interessierte nach Berlin verschlagen hat, ins in den letzten Jahren so klischeehaft besetzte Kreuzkölln. Mit ihrem schwulen Freund Derek bildet Lucy ein exponiertes Gespann; gemeinsam spielen sie einen „Second Hand“-Lebensentwurf nach, den sie sich bei Warhols Factory, Godard und dem No-Wave-Kino abgeguckt haben. Sie führen sich Kleider vor und koksen, quassel

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