Drama | Italien 2009 | 119 Minuten

Regie: Luca Guadagnino

Die Frau eines Sprösslings aus einer wohlhabenden Mailänder Dynastie verliebt sich in einen Koch und beginnt vorsichtig, ihre familiäre und soziale Position zu verlassen. Zugleich eskalieren die Spannungen zwischen den Generationen der Unternehmerfamilie, bei denen unterschiedliche Wertesysteme aufeinander treffen. Familienepos, das mit sicherem Gespür für Ausstattung, Kostüme und Inszenierung die Rituale und Beziehungen innerhalb einer großbürgerlichen Familie seziert. Ein trotz des etwas zu dick aufgetragenen Finales und der Dominanz der Hauptdarstellerin eindrucksvolles Drama. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
IO SONO L'AMORE
Produktionsland
Italien
Produktionsjahr
2009
Regie
Luca Guadagnino
Buch
Luca Guadagnino · Barbara Alberti · Ivan Cotroneo · Walter Fasano
Kamera
Yorick Le Saux
Musik
John Adams
Schnitt
Walter Fasano
Darsteller
Tilda Swinton (Emma Recchi) · Flavio Parenti (Edoardo Recchi jr.) · Edoardo Gabbriellini (Antonio Biscaglia) · Alba Rohrwacher (Elisabetta Recchi) · Pippo Delbono (Tancredi Recchi)
Länge
119 Minuten
Kinostart
28.10.2010
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Diskussion
Auf den ersten Blick könnte man meinen, „I am Love“ von Luca Guadagnino habe es auf die Kultivierung eines ebenso perfekten wie luxuriösen Retro-Chics abgesehen. Der Vorspann ist in altmodisch geschwungenen Titeln im Stil der 1950er-Jahre gehalten, das opulente Setting lässt an die Filme von Luchino Visconti denken. Es beginnt mit der detaillierten Schilderung eines Abendessens in der mondänen Villa der Recchis, einer bourgeoisen Mailänder Familiendynastie, die eine traditionsreiche Textilmanufaktur besitzt. Edoardo, Gründer des Unternehmens und Patriarch der Familie, feiert seinen Geburtstag. Es ist ein wichtiges Ereignis, denn es geht um das Erbe. Sein Sohn Tancredi soll die Firma übernehmen, und zur Überraschung aller Versammelten auch Edoardo jr., sein Enkel. Wie die Inszenierung die Gesellschaft der Recchis in Bilder einfängt, in gedämpftem Licht und seltsam erstarrt, ist der Malerei so

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