Science-Fiction | USA 2010 | 111 Minuten

Regie: John Hillcoat

Auf dem Weg durch eine postapokalyptische Landschaft versucht ein Vater, gemeinsam mit seinem Kind das Meer zu erreichen. Nach einer Romanvorlage von Cormac McCarthy zeichnet der vordergründig deprimierende Film eine von Zerstörung und Hoffnungslosigkeit beherrschte Welt, in der die wenigen überlebenden Menschen bis auf die Stufe des Kannibalismus abgesunken sind. Eine in monochromen, düsteren Bildern entworfene Allegorie, die den Verlust der Humanität in existenziellen Grenzsituationen beklagt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE ROAD
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2010
Regie
John Hillcoat
Buch
Joe Penhall
Kamera
Javier Aguirresarobe
Musik
Nick Cave · Warren Ellis
Schnitt
Jon Gregory
Darsteller
Viggo Mortensen (der Mann) · Kodi Smit-McPhee (der Junge) · Charlize Theron (die Frau) · Robert Duvall (der alte Mann) · Guy Pearce (der Veteran)
Länge
111 Minuten
Kinostart
07.10.2010
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Science-Fiction | Literaturverfilmung
Diskussion
Weltuntergangsfilme haben in jüngster Zeit an Zahl zugenommen, kaum überraschend angesichts der realen Bedrohung durch Atomwaffen, Terroristen und Umweltkatastrophen. Die meisten von ihnen nehmen die Vernichtung der uns vertrauten Welt zum Anlass, nichts als eine sensationelle Story zu erzählen. Es sind die Effekte, die heutige Filmemacher am stärksten interessieren, nicht der Verlust der Humanität und die bis in religiöse Konnotationen reichenden existenziellen Fragestellungen. Der Schriftsteller Cormac McCarthy („No Country for Old Men“) hat in seinem Roman „Die Straße“ das genaue Gegenteil unternommen, nämlich eine postapokalyptische Fabel als Auslöser einer Meditation über Zivilisation und Menschsein zu verwenden. Was bleibt von uns übrig, wenn alles um uns herum zerstört ist, wenn wir zurückgeworfen sind auf die nackte Existenz?

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren