Suicide Club - Manchmal lebt man länger als man denkt

- | Deutschland 2010 | 99 Minuten

Regie: Olaf Saumer

Eine Gruppe von Menschen, die alle an ihrem Dasein leiden, verabredet sich zum kollektiven Selbstmord auf einem Hochhausdach. Beim Warten auf die beste Gelegenheit, das Vorhaben in die Tat umzusetzen, entwickelt sich eine zwischenmenschliche Dynamik, die die Lust am Suizid torpediert. Trotz des reizvollen Stoffs ein nicht überzeugender Debütfilm. Er begegnet der Diagnostik einer umfassenden Vereinsamung mit holzschnittartigen Figuren, Slapstick und harmloser Selbstzufriedenheit und wird damit dem Thema nicht gerecht. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2010
Regie
Olaf Saumer
Buch
Olaf Saumer
Kamera
Thomas Förster
Musik
Harro Kopzik · Oliver Knieps · Thomas Bugert
Schnitt
Olaf Saumer
Darsteller
Klaus-Dieter Bange (Lothar) · Hildegard Schroedter (Gisela) · Katja Götz (Silvi) · Mathieu Süsstrunk (Mark) · Arne Gottschling (Fabian)
Länge
99 Minuten
Kinostart
25.11.2010
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Fünf lebensmüde Fremde auf Erlösungstrip. Für ein Debüt eine kostengünstige Sache, wenn man das Quintett in selbstmörderischer Absicht auf das Dach eines Hochhauses steigen lässt und der kammerspielartigen Gruppendynamik seinen Lauf lässt. Weil der jüngste der Verschwörer, der das Geschehen retrospektiv aus dem Off kommentiert, beim Sonnenaufgang die Nerven verliert und sich übergeben muss, verpasst der Selbstmord-Club den richtigen Zeitpunkt. Um den sich rapide vermehrenden Passanten den Anblick von gleich mehreren unansehnlichen Leichen zu ersparen, schiebt man das kollektive Sterben bis zum Abend auf. Zeit genug, um sich kennen zu lernen. N

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