Wir sind die Nacht

- | Deutschland 2010 | 100 Minuten

Regie: Dennis Gansel

Eine junge Diebin wird von einem weiblichen Vampir zur Blutsaugerin gemacht und in den Kreis weiblicher Untoter aufgenommen, die sich an schicken Kleidern, schnellen Autos, Party-Nächten und Männerblut berauschen. Fasziniert vom hedonistischen Lebensstil, aber verstört von der Mordlust, wendet sie sich einem jungen Polizisten zu, dessen Kollegen den Vampirinnen auf der Spur sind. Unterhaltsamer deutscher Genrefilm mit einer über weite Strecken souveränen, ebenso aktionsreichen wie düsteren Inszenierung, charismatischen Darstellern und kenntnisreichen Bezügen zur Filmgeschichte. Gleichwohl leidet der Film an der dünnen Story, hölzernen Dialogen und einem allzu moralisierenden Schluss. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2010
Regie
Dennis Gansel
Buch
Jan Berger
Kamera
Torsten Breuer
Musik
Heiko Maile
Schnitt
Ueli Christen
Darsteller
Karoline Herfurth (Lena) · Nina Hoss (Louise) · Jennifer Ulrich (Charlotte) · Anna Fischer (Nora) · Max Riemelt (Kommissar Tom Serner)
Länge
100 Minuten
Kinostart
28.10.2010
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Diskussion
„Self-fulfilling Prophecy“ heißt der von sphärisch verfremdeten Frauenstimmen gesäuselte Song aus den ersten Minuten des Films, und man kann nicht anders, als dies als ironischen Gag empfinden, wenn dazu die Logos der vielen beteiligten Filmförderer erscheinen. Im Zwischenreich zwischen solch selbstreflexiver Ironie, derberem Komödienton, elegant inszeniertem Thriller-Horror-Kino und romantischer Gothic-Fantasy bleibt der Film angesiedelt. Man könnte auch sagen: Er findet seinen Ton nicht. Er will sehr viel, mehr als nötig, was durchaus erfreulich und unbedingt als Kompliment gemeint ist. Aber vielleicht ist es am Ende doch nicht genug, was Denis Gansel hier glückt. Durchweg kurzweilig und letztlich sehenswert ist der Film allerdings trotzdem. Der Auftakt ist furios. Ein Privatjet, dessen Besatzung und Passagiere bereits tot sind, fliegt durch die Nacht. Vage erinnert dieses Szenario an den Vampirroman „Die Saat“ aus der Feder des vielseitigen Guillermo del Toro. An Bord des Flugzeugs „leben“ drei

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