Bad Boy Kummer

Dokumentarfilm | Schweiz 2010 | 92 Minuten

Regie: Miklós Gimes

Dokumentarfilm über den Journalisten Tom Kummer, der zwischen 1993 und 2000 in mehreren deutschen Zeitungen und Magazinen spektakuläre Interviews mit Hollywoodstars veröffentlichte, die sich später als Fake entpuppten. Der Film interessiert sich nicht nur für den gefallenen, wenngleich noch immer selbstgefälligen Star-Journalisten, sondern macht die inneren Widersprüchlichkeiten einer voyeuristischen (Medien-)Gesellschaft deutlich, die einerseits nach Glamour, andererseits aber auch nach "authentischen" Zeugnissen ihrer Idole lechzt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BAD BOY KUMMER
Produktionsland
Schweiz
Produktionsjahr
2010
Regie
Miklós Gimes
Buch
Miklós Gimes
Kamera
Filip Zumbrunn
Schnitt
Barbara Landi
Länge
92 Minuten
Kinostart
05.05.2011
Fsk
ab 6
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Verleih DVD
Lighthouse (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt. & engl. & Schweizerdeutsch)
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Diskussion
Erinnert sich noch jemand an Tom Kummer? An den Star-Reporter, der sie einst in Hollywood alle hatte: Pamela Anderson, Sean Penn, Mike Tyson und Brad Pitt. Der spektakulär Interviews lieferte, in denen die Stars plötzlich ihre Kommerz-Masken fallen ließen und philosophisch wurden. Hätte ja auch niemand gedacht, dass Sean Penn eine durchaus beschlagener Kierkegaard-Kenner ist, dass Mike Tyson mit Nietzsche-Zitaten um sich wirft, dass Courtney Love plötzlich über Lucky Luke spricht, den in den USA bekanntlich kaum ein Mensch kennt. Leider hatten wohl die meisten der Interviews, die Kummer zwischen 1993 und 2000 aus Los Angeles lieferte, einen entscheidenden Fehler: Sie waren schlicht von Kummer erfunden, waren also eher Literatur als Journalismus. Damals resultierte aus dem Geschehen ein Medienskandal, der in Redaktionen Köpfe rollen ließ. Aus heutiger Perspektiv

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