Der ganz große Traum

Historienfilm | Deutschland 2010 | 113 Minuten

Regie: Sebastian Grobler

Ein junger Englischlehrer muss sich im Jahr 1874 in Braunschweig mit seinen fortschrittlichen, auf Fairness und Respekt fußenden Lehrmethoden gegen die strenge preußische Denkweise durchsetzen, die auf militärische Disziplin, Zucht und Ordnung baut. Während er an den empörten Vertretern von Klerus, Industrie und Großbürgertum zu scheitern droht, gewinnt er die Herzen seiner unterdrückten Schüler, die das noch gänzlich unbekannte Fußballspiel eint und stärkt. Die der Handlung zugrunde liegenden historischen Tatsachen überführt der ebenso stimmungs- wie gefühlvolle Film in ein schönes Kinoabenteuer, das Solidarität und Freundschaft preist. - Sehenswert ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2010
Regie
Sebastian Grobler
Buch
Philipp Roth · Johanna Stuttmann
Kamera
Martin Langer
Musik
Ingo Ludwig Frenzel
Schnitt
Dirk Grau
Darsteller
Daniel Brühl (Konrad Koch) · Burghart Klaußner (Schuldirektor Gustav Merfeld) · Kathrin von Steinburg (Klara Bornstedt) · Justus von Dohnányi (Richard Hartung) · Axel Prahl (Schricker senior)
Länge
113 Minuten
Kinostart
24.02.2011
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 10.
Genre
Historienfilm | Sportfilm

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, ein ausführliches "Making Of" (30 Min.) sowie ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen. Eine "Soundtrack Edition" enthält zudem die Filmmusik auf separater CD.

Verleih DVD
Senator/Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Senator/Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
Hand aufs Herz: Wer hätte gewusst, dass das Fußballspiel im Jahr 1874 nach Deutschland kam, und zwar nach Braunschweig, importiert von einem Gymnasiallehrer namens Konrad Koch, der in England studiert hatte und im Auftrag eines (moderat) reformfreudigen Schulleiters am Martino-Katharineum eigentlich „nur“ die englische Sprache unterrichten sollte? Gewiss gehört dies nicht in die Kategorie „Was man wissen muss“, und eigentlich ist der Fußball auch gar nicht das ganz zentrale Thema des Films, war doch der „große Traum“ des Konrad Koch im Kern ein anderer: nämlich mitten im zweiten Deutschen Kaiserreich eine andere Art des Denkens, vor allem des Lehrens in die strenge preußische Geisteshaltung „einzuschmuggeln“. Dabei war der von der Insel mitgebrachte Lederball als anfänglich belächelte Alternative zum schweren deutschen Medizinball vor allem attraktives Mittel zum Zweck, um mit dem Verständnis für die ne

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