Mein Kampf (2009)

Drama | Deutschland/Österreich/Schweiz 2009 | 110 Minuten

Regie: Urs Odermatt

Der junge Adolf Hitler scheitert in Wien beim Versuch, als Kunstmaler Fuß zu fassen. Unterstützung und Zuspruch findet er einzig bei einem alten Juden, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Frei nach einem Theaterstück von George Tabori nimmt der Film die Neurosen des späteren Reichskanzlers ins Visier. In der Figurenzeichnung ebenso wie als Zeitbild unglaubwürdig, findet die Adaption keinen überzeugenden Ansatz und erschöpft sich in der naiven, gestelzt wirkenden Trivialisierung der Hitler-Figur. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MEIN KAMPF
Produktionsland
Deutschland/Österreich/Schweiz
Produktionsjahr
2009
Regie
Urs Odermatt
Buch
Martin Lehwald
Kamera
Jo Molitoris
Musik
Enis Rotthoff
Schnitt
Lilo Gerber · Claudia Cea
Darsteller
Götz George (Schlomo) · Tom Schilling (Adolf Hitler) · Anna Unterberger (Gretchen) · Bernd Birkhan (Lobkowitz) · Wolf Bachofner (Himmlischt)
Länge
110 Minuten
Kinostart
03.03.2011
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung
Diskussion
Tränen schießen in Nahaufnahme in die Augen, ein junger Mann steht in altmodischer Kleidung an einer Eisenbahnbrücke, den Strick um den Hals, dann stürzt er sich hinab. Ein Bild, das sich erst später erschließt. Der Titelvorspann läuft über einige Seiten aus Hitlers „Mein Kampf“, dann sieht man einen mageren, spürbar unsicheren jungen Mann in einem Zugabteil, in armen Klamotten, mit Dreck unter den Fingernägeln. Künstlich dramatisierende Musik lässt diese ersten Minuten, in denen der junge Mann um die vorletzte Jahrhundertwende nach Wien kommt, wie ein Coming-of-Age-Drama erscheinen, in dem ein Teenager sich selbst und die Welt entdecken wird. Der Film hüllt sich in künstliche Naivität, in die Pose des Unwissens, so als wäre die Geschichte offen und als wäre es nicht für jeden klar, dass es hier um Adolf Hitler und dessen „Wiener Lehr- und Lebensjahre“ geht, wie das Kapitel über die „traurigste Zeit meines Lebens“ in Hitlers „Mein Kampf“ überschrieben ist. George Taboris Theaterstück ist das genaue Gegenteil von solche

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