Winter's Bone

Drama | USA 2010 | 103 Minuten

Regie: Debra Granik

Ein Mädchen lebt mit seinen Geschwistern und seiner psychisch kranken Mutter in sozial desolaten Verhältnissen im Hinterland Missouris. Als der Vater ihr Anwesen verpfändet und verschwindet, steht die Existenz der Familie auf dem Spiel. Die Tochter macht sich deshalb auf, den Vater zu suchen. Der Film zeichnet dank dokumentarisch anmutender Exkurse, authentischer Schauplätze und eines um viele Laiendarsteller ergänzten Ensembles ein glaubwürdiges Bild des "White Trash"-Milieus, wobei er die Protagonisten nicht vorführt, sondern sich auf ihre Lebenswelt einlässt. Der ungeschönte Blick wird von leisem Humor und einer Tier- und Dingsymbolik aufgefangen und von einer kraftvoll-melancholischen Filmmusik illustriert. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
WINTER'S BONE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2010
Regie
Debra Granik
Buch
Debra Granik · Anne Rosellini
Kamera
Michael McDonough
Musik
Dickon Hinchliffe
Schnitt
Affonso Gonçalves
Darsteller
Jennifer Lawrence (Ree) · John Hawkes (Teardrop) · Kevin Breznahan (Little Arthur) · Dale Dickey (Merab) · Garret Dillahunt (Sheriff Baskin)
Länge
103 Minuten
Kinostart
31.03.2011
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Kameramanns, ein ausführliches und informatives "Making Of" (47 Min.) sowie ein Feature mit sechs im Film nicht verwendeten Szenen (12 Min.), inklusive eines alternativen Filmanfangs.

Verleih DVD
Ascot/Elite (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Ascot/Elite (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Die roten T-Shirts, die gelegentlich an den Wäscheleinen baumeln, sind fast der einzige fahle Farbtupfer in einer Landschaft aus braunen Bretterverschlägen und Waldwegen, aus schwarz verkohlten Autowracks und Brandruinen, aus grauen Gesichtern. Die Wäsche verhängt den Blick, nicht nur auf die herunter gekommenen Anwesen, sondern auch auf die misstrauischen Menschen, die nur ungern über ihre Türschwelle treten und praktisch jeden, der sich nähert, als Eindringling behandeln. Die 17-jährige Ree Dolly, Hauptfigur in Debra Graniks „Winter’s Bone“, ist ein Eindringling. Dabei verhält sie sich zunächst ganz ähnlich wie ihre Nachbarn in den Ozark Mountains im südlichen Missouri: Wer das Grundstück ihrer Familie betritt, kann nichts Gutes wollen. Der Sheriff zum Beispiel, der ihr verkündet, dass ihr spurlos verschwundener Vater eben dieses Grundstück als Kaution verpfändet hat. Wenn er nicht zum Gerichtstermin erscheint, sind Ree, ihre beiden jüngeren Geschwister und ihre psychisch kranke Mutter mittel- und obd

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