Science-Fiction | Deutschland/Ungarn/Frankreich 2010 | 111 Minuten

Regie: Benedek Fliegauf

Eine Frau verliert die bis in die Kindheit zurückreichende Liebe ihres Lebens durch einen Autounfall. Sie weigert sich, die Trennung zu akzeptieren, lässt den Toten klonen und trägt das daraus entstandene Kind als Mutter aus. Mit eindrucksvollen Bildern von melancholischen Küstenlandschaften und einer hervorragenden Hauptdarstellerin gelingt ein atmosphärisch eindrucksvolles Drama, das sich aber zunehmend verzettelt und philosophisch wie emotional allzu vage bleibt, um eine interessante Perspektive auf den Umgang mit (gen-)technischen Möglichkeiten und ihre Folgen zu entwerfen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
WOMB
Produktionsland
Deutschland/Ungarn/Frankreich
Produktionsjahr
2010
Regie
Benedek Fliegauf
Buch
Benedek Fliegauf
Kamera
Péter Szatmári
Musik
Max Richter
Schnitt
Xavier Box · Patricia Rommel
Darsteller
Eva Green (Rebecca) · Matt Smith (Thomas) · Lesley Manville (Judith) · Peter Wight (Ralph) · Tristan Christopher (Thomas mit 10)
Länge
111 Minuten
Kinostart
07.04.2011
Fsk
ab 16
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Science-Fiction | Drama

Diskussion
Eine Frau findet in einem kleinen Jungen ihren verstorbenen Liebsten wieder. Bei dieser Konstellation denkt man an „Birth“ (fd 36 838), Jonathan Grazers Psychodrama um eine Trauernde, der in der Gestalt eines Zehnjährigen der verlorene Ehemann wieder zu begegnen scheint. Was freilich keine romantische Überwindung des Todes durch die Liebe ist, sondern als verstörendes Seelendrama einer Frau umgesetzt wurde, die durch einen Verlust nachhaltig traumatisiert wurde; der „Wiedergänger“ ist ihr weniger Trost als die Verkörperung der Unheilbarkeit jener Wunde, die der Tod gerissen hat. Mehr verstörend als romantisch ist auch Benedek Fliegaufs „Womb“, allerdings mit dem Unterschied, dass Eva Green im Gegensatz

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