An einem Samstag

- | Russland/Ukraine/Deutschland 2010 | 99 Minuten

Regie: Alexander Mindadse

Nach der Katastrophe im AKW Tschernobyl im April 1986 wird ein junger Parteifunktionär Zeuge der Verheerung. Er bekommt von höherer Stelle die Anweisung, die Bevölkerung des nahegelegenen Städtchens nicht vor der Strahlung zu warnen. Mit einer Freundin will er aus dem Ort fliehen, wird aber immer wieder aufgehalten, bis er auf einer Hochzeitsfeier festsitzt und alte Freunde trifft. Ein als Farce über das menschliche Vermögen, vor Bedrohungen die Augen zu verschließen, angelegter Film; nach einer intensiven und rasanten ersten halben Stunde verlagert er das Geschehen auf eine metaphorische Ebene und verliert sich in einem erkenntnis- und spannungsarmen, lärmigen "Tanz auf dem Vulkan". - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
V SUBBOTU
Produktionsland
Russland/Ukraine/Deutschland
Produktionsjahr
2010
Regie
Alexander Mindadse
Buch
Alexander Mindadse
Kamera
Oleg Mutu
Musik
Mihail Kovalev
Schnitt
Dasha Danilova · Iwan Lebedew
Darsteller
Anton Shagin (Valerij Kabysh) · Svetlana Smirnova-Marcinkevich (Vera) · Stanislav Rjadinskij (Gitarrist) · Vasilij Guzov (Pianist) · Aleksej Demidov (Bass)
Länge
99 Minuten
Kinostart
21.04.2011
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Verleih DVD
NFP
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Diskussion
Die Handkamera begleitet einen jungen Mann, der es offensichtlich sehr eilig hat: Man sieht seine rennenden Füße, wie er über Straßen hetzt, in ein Dickicht eindringt und eine Böschung erklettert, hört seinen schnellen Atem. Wird er verfolgt? Offensichtlich nicht. Vielmehr ist Valerij Kabysh unterwegs, um sich Klarheit zu verschaffen über etwas, was in dieser Nacht passiert ist und zunächst nur sehr vage Kontur hat: Irgend etwas stimmt nicht im nahen Kernkraftwerk. Flammen färben den Himmel orange. Den Versicherungen älterer Parteigenossen, es sei alles im Griff und nur ein Wassertank in die Luft geflogen, will der junge Funktionär wohl nicht glauben, denn er rennt weiter, dringt schließlich ins Büro auf dem Gelände des AKW vor, wo sich die Verantwortlichen gerade treffen, und hört und sieht schließlich selbst, was nicht sein darf und was niemand wahrhaben will: Der Reaktor ist beschädigt, und es ist klar, dass die frei

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