Mütter und Töchter (2009)

Drama | USA/Spanien 2009 | 126 Minuten

Regie: Rodrigo García

Drei Erzählstränge handeln vom Leben dreier Frauen: Die erste musste mit 14 Jahren ihr ungewolltes Baby zur Adoption freigeben, die zweite ist ihre mittlerweile 38-jährige Tochter, die sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter macht, als sie selbst schwanger wird, die dritte eine unfruchtbare Ehefrau, die ein Kind zur Adoption sucht. Das fein beobachtete, vorzüglich gespielte Drama lotet in einer klaren Inszenierung die Charaktere und ihre zum Teil widersprüchlichen Regungen ebenso präzise wie mitfühlend aus. Aus der Interaktion der Figuren leitet der Film grundlegende Fragen zur Beziehung von Eltern und Kindern ab. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MOTHER AND CHILD | MADRES E HIJAS
Produktionsland
USA/Spanien
Produktionsjahr
2009
Regie
Rodrigo García
Buch
Rodrigo García
Kamera
Xavier Pérez Grobet
Musik
Edward Shearmur
Schnitt
Steven Weisberg
Darsteller
Naomi Watts (Elizabeth) · Annette Bening (Karen) · Kerry Washington (Lucy) · Jimmy Smits (Paco) · Samuel L. Jackson (Paul)
Länge
126 Minuten
Kinostart
28.04.2011
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Ein Film über die Adoption eines Babys, das eine weiße Frau mit einem schwarzen Mann gezeugt hat: Das klingt nach gut gemeinter Langeweile, nach Situationen und Konflikten, die ausschließlich erdacht wurden, um dem Appell für Toleranz und gegen Rassismus eine Plattform zu geben. Doch das vorschnelle Urteil führt in die Irre: „Mütter und Töchter“ bietet Beobachtungen statt Botschaften und interessiert sich weniger für Thesen als für grundsätzliche Fragen über das Miteinander von Eltern und Kindern. Zwei Teenager küssen sich leidenschaftlich in einem Schlafzimmer. Die junge Frau entbindet. In mittlerem Alter erwacht sie aus einem Albtraum und legt sich zu ihrer greisen Mutter ins Bett. Drei knappe Sequenzen genügen Regisseur Rodrigo García, um das Leben seiner Hauptfigur auf den Punkt zu bringen: Seit ihre Mutter sie im Alter von 14 Jahren zwang, ihre neugeborene Tochter Elizabeth

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