Die Frau, die singt

Drama | Kanada/Frankreich 2009 | 131 Minuten

Regie: Denis Villeneuve

Zwillingen wird von ihrer verstorbenen Mutter ein seltsames Erbe anvertraut: Sie sollen Briefe an den Vater, den sie bisher für tot hielten, sowie an einen Bruder überbringen, von dem sie nichts wussten. Dies führt beide in den Nahen Osten, wo Leiden und Traumata ans Licht kommen, da das Schicksal der Mutter von Bürgerkrieg, Gewalt und Folter geprägt war. Eine auf zwei Zeitebenen angesiedelte „Suchbewegung“, deren Zugriff auf die reale Historie zur Tragödie um Schuld und schicksalhafte Verstrickungen wird. Der politisch konkrete Stoff wandelt sich dadurch zum universalen Menschheitsdrama, das mit großer emotionaler Wucht die verheerende Destruktivität bewaffneter Konflikte beklagt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
INCENDIES
Produktionsland
Kanada/Frankreich
Produktionsjahr
2009
Regie
Denis Villeneuve
Buch
Denis Villeneuve
Kamera
André Turpin
Musik
Grégoire Hetzel
Schnitt
Monique Dartonne
Darsteller
Lubna Azabal (Nawal Marwan) · Mélissa Désormeaux-Poulin (Jeanne Marwan) · Maxim Gaudette (Simon Marwan) · Rémy Girard (Notar Jean Lebel) · Abdelghafour Elaaziz (Abou Tarek)
Länge
131 Minuten
Kinostart
23.06.2011
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Arsenal (16:9, 1.85:1, DD2.0 frz./dt.)
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Diskussion
Es beginnt mit einer Szene, die sich lange nicht einordnen lässt: Ein Ausblick auf eine orientalische Stadtlandschaft, ein karger Raum, in dem einer Gruppe von Kindern die Köpfe geschoren wird. Unter ihnen ist ein kleiner Junge, dessen dunkle Haare unter dem Rasierapparat zu Boden fallen. Er schaut wütend-trotzig von unten durch die Kamera direkt zum Kinozuschauer; dazu erklingt aus dem Off wie ein Requiem der Song „You and Whose Army“ von Radiohead. Was es mit dem Kind auf sich hat, ahnt man erst gegen Ende des Films. Zunächst hinterlässt die Exposition nur den Eindruck von Unheil, der die folgenden, an sich harmlosen Szenen überschattet. Die Erzählung springt nach Quebec, um dort die Zwillinge Jeanne und Simon vorzustellen. Diese treffen sich bei einem Notar, dem früheren Arbeitgeber ihrer verstorbenen Mutter, um der Testamentsöffnung beizuwohnen. Die Mutter, Nawal, die ihre letzten Jahre in völligem Schweigen verbrachte, hinterlässt ihren erwachsenen Kindern zwei Brief

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