Wir sind was wir sind

Horror | Mexiko 2010 | 90 Minuten

Regie: Jorge Michel Grau

Der Patriarch einer mexikanischen Familie stirbt und hinterlässt einen desolaten Clan, der sich in kannibalistischen Riten des eigenen Zusammenhalts versichert, um nicht zu zerbrechen. In einem Stil-Gemisch aus sozialem Melodram, Horror- und Polizeifilm entwirft der Film ein desillusionierendes Bild des Lebens im modernen Mexiko, wobei gesellschaftliche Strukturen ebenso marode sind wie familiäre. Ohne in banalen Splatter abzugleiten, entsteht dabei ein verstörend-fesselnder Cine-Noir-Film, der die Abgründe im menschlichen Zusammenleben auslotet.

Filmdaten

Originaltitel
SOMOS LO QUE HAY
Produktionsland
Mexiko
Produktionsjahr
2010
Regie
Jorge Michel Grau
Buch
Jorge Michel Grau
Kamera
Santiago Sánchez
Musik
Enrico Chapela
Schnitt
Rodrigo Ríos
Darsteller
Francisco Barreiro (Alfredo) · Alan Chávez (Julián) · Paulina Gaitan (Sabina) · Carmen Beato (Patricia) · Jorge Zárate (Owen)
Länge
90 Minuten
Kinostart
02.06.2011
Fsk
ab 18; nf
Genre
Horror | Melodram | Politthriller

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein ausführliches "Making Of" (29 Min.) sowie den Kurzfilm "Mi Hermano" (9 Min.).

Verleih DVD
Alamode (16:9, 2.35:1, DD5.1 span./dt.)
Verleih Blu-ray
Alamode (16:9, 2.35:1, dts-HDMA span./dt.)
DVD kaufen

Diskussion
Ein älterer Mann in einem abgetragenen Anzug schwankt durch ein luxuriöses Einkaufszentren für die gehobene Mittelschicht. Vor den nur halb bekleideten Schaufensterpuppen beginnt er zu weinen. Wenig später bricht er zusammen, spuckt Blut und stirbt. Die Obduktion ergibt Seltsames: Im Magen des Toten findet sich ein abgetrennter Finger mit lackiertem Fingernagel. Eine Familie verliert ihren Ernährer. Die Söhne Alfredo und Julian wollen ihren Stand mit gebrauchten Uhren weiter betreiben, werden aber vom Markt vertrieben, denn der Vater hat die Miete nicht bezahlt, und der jähzornige Julian schlägt im Streit einen mäkelnden Kunden nieder. Die Spannungen in der Familie wachsen. Nach dem Tod des Patriarchen möchte keiner den Platz des Familienoberhaupts einnehmen. Die unterschiedlichen Brüder, der

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