Wer ist Hanna?

Action | USA/Großbritannien/Deutschland 2011 | 111 Minuten

Regie: Joe Wright

Eine 16-Jährige wurde von Kindesbeinen an von ihrem Vater, einem desertierten CIA-Agenten, aufs Überleben und Töten getrimmt, um Rache an einer mächtigen CIA-Beamtin zu nehmen, die den Tod ihrer Mutter zu verantworten hat. Bei einer Odyssee, die von Nordafrika bis nach Berlin führt, verfolgt die junge Kämpferin schlagkräftig ihr Ziel, wobei sie ihrerseits von den Schergen ihrer Feindin gejagt wird. Furios inszenierter Actionfilm, bei dem die überzeugenden Schauspieler nicht über die Substanzlosigkeit der Figuren und der Geschichte hinwegtäuschen können. Das Handwerk des Tötens wird zudem zum spannenden Parcours verharmlost. - Ab 16 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
HANNA
Produktionsland
USA/Großbritannien/Deutschland
Produktionsjahr
2011
Regie
Joe Wright
Buch
Seth Lochhead · David Farr
Kamera
Alwin H. Kuchler
Musik
The Chemical Brothers
Schnitt
Paul Tothill
Darsteller
Saoirse Ronan (Hanna) · Eric Bana (Erik) · Tom Hollander (Isaacs) · Olivia Williams (Rachel) · Jason Flemyng (Sebastian)
Länge
111 Minuten
Kinostart
26.05.2011
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16 möglich.
Genre
Action

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs sowie ein Feature mit vier im Film nicht verwendeten Szenen inklusive eines alternativen Filmendes (5 Min.).

Verleih DVD
Sony (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Sony (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Sechzehn Jahre sind ein gutes Alter, um den eigenen Eltern fremd, wenn nicht gar unheimlich zu werden. Jede freie Sekunde trainiert Hanna ihre Fähigkeit zu töten, sei es mit der Waffe oder mit der bloßen Hand. Sie beherrscht mehrere Nahkampftechniken perfekt, ist strategisch geschult und könnte sich auf den Schlachtfeldern dieser Welt in einem Dutzend Sprachen verständigen. Dabei ist die 16-Jährige keine Computerspielerin, die das alles nur in der virtuellen Realität hinter den Bildschirmen erlebt: Hanna ist „the real thing“. Wofür ihre Altersgenossen die Konsole brauchen, benötigt sie nur ihren von Kindesbeinen an gedrillten Leib. Die Frage, die Joe Wrights Actionfilm im deutschen Titel aufwirft, ist streng genommen falsch gestellt. Es sollte besser „Was ist Hanna?“ heißen, denn an Hannas Persönlichkeit sind Wright und seine Autoren deutlich weniger interessiert

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