- | USA/Frankreich 2010 | 86 Minuten

Regie: Gregg Araki

Ein bisexueller Student und seine lesbische Freundin geraten in einen gefährlichen Strudel, woran neben Liebes- und Sexwirren auch ein obskurer Geheimbund und eine Hexe mit destruktiven Absichten beteiligt sind. Rasant erzählte Geschichte um adoleszente Selbstfindung, die mit bisweilen pornografischer Direktheit der Odyssee ihrer Figuren folgt. Die billig entfaltete Verschwörungsgeschichte und der überspitzte Humor führen die Sehnsüchte und Verzweiflung ihrer Figuren letztlich ad absurdum. Eine als College-Film verpackte Kritik an der Utopielosigkeit einer Jugendkultur, der jeder Widerstandsgeist abgeht.

Filmdaten

Originaltitel
KABOOM
Produktionsland
USA/Frankreich
Produktionsjahr
2010
Regie
Gregg Araki
Buch
Gregg Araki
Kamera
Sandra Valde-Hansen
Musik
Robin Guthrie · Vivek Maddala · Ulrich Schnauss · Mark Peters
Darsteller
Thomas Dekker (Smith) · Haley Bennett (Stella) · Chris Zylka (Thor) · Roxane Mesquida (Lorelei) · Juno Temple (London)
Länge
86 Minuten
Kinostart
09.06.2011
Fsk
ab 16; f

Heimkino

Verleih DVD
Senator/Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Senator/Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Sieht man Gregg Arakis Filme, hat man das Gefühl, einem Guerilla-Kämpfer bei der Arbeit zuzusehen. Seine Bilder als Waffen sezieren knallbunt, überdreht, voller Lust auf Leben, Sex und Exzess und doch voller Verzweiflung und Einsamkeit das jugendliche Lebensgefühl bi- und homosexueller Protagonisten. „Smiley Face“ hieß sein vorletzter Film, in dem Araki eine zugedröhnte Hauptfigur auf einem Wahnsinnstrip namens Alltagsbewältigung verfolgte und dabei bewies, in welch unterschiedliches Geschenkpapier er seine Filme verpacken kann. Glänzte dieses bekiffte Dauergrinsen in der glatten Folie einer auf populär getrimmten Narration, versammelte er in „Nowhere“ (fd 32 922) einen Reigen erfolgreicher Jungdarsteller, die von einem Alien mit Pulverisierungspistole und der drohenden Apokalypse verfolgt wurden. Man wurde dabei von einem überbordenden 1990er-Jahre-Setting und -Outfit

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