The Artist

Stummfilm | Frankreich 2011 | 100 Minuten

Regie: Michel Hazanavicius

Für einen Stummfilm-Star bedeutet die Umstellung der Hollywood-Industrie auf die "Talkies" Ende der 1920er-Jahre das Ende seiner Karriere und ein persönliches Desaster. Ein Starlet, das ihn liebt und das mit der Veränderung des Mediums groß herauskommt, versucht, ihn zu retten. Als Hommage auf die Erzählkunst des frühen Kinos verzichtet der Film auf Farbe, Geräusche und Sprache und zündet ein Feuerwerk an Inszenierungseinfällen, um die ureigensten Ausdrucksmittel des filmischen Mediums hochleben zu lassen. Trotz der dramatischen Handlung eine genussvolle, elegante Beschwörung der Zeitlosigkeit und Magie des Kinos. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE ARTIST
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2011
Regie
Michel Hazanavicius
Buch
Michel Hazanavicius
Kamera
Guillaume Schiffman
Musik
Ludovic Bource
Schnitt
Anne-Sophie Bion · Michel Hazanavicius
Darsteller
Jean Dujardin (George Valentin) · Bérénice Bejo (Peppy Miller) · John Goodman (Al Zimmer) · James Cromwell (Clifton) · Penelope Ann Miller (Doris)
Länge
100 Minuten
Kinostart
26.01.2012
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Stummfilm

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein ausführliches "Making of" (33 Min.), ein Feature über die Musik ("The Artist Soundtrack: Behind the Music"; 16 Min.) sowie Interviews mit dem Regisseur und den beiden Hauptdarstellern (47 Min.). Eine "Limited 2-Disc Award Edition" (DVD & CD) enthält neben der Film-DVD noch den Soundtrack auf separater CD.

Verleih DVD
EuroVideo (FF, DD5.1)
Verleih Blu-ray
EuroVideo (FF, dts-HDMA)
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Diskussion
Das Klacken des Wasserglases, das auf einer Tischplatte abgesetzt wird, wirkt wie ein Schock. In einer Albtraumsequenz dringt in die stille Welt des Stummfilm-Stars George Valentin auf einmal grausam der Alltagslärm: Für George sind all die Atmo-Geräusche, die man normalerweise kaum wahrnimmt, eine unerträgliche Kakophonie, eine Vergewaltigung. Welch ein Segen, als er aufwacht und alles wieder so ist, wie es sein soll: stumm. In seinem „Buch der Illusionen“ ließ Paul Auster seinen Protagonisten ein Hohelied auf die „untergegangene Kunstform“ des Stummfilms anstimmen. Für ihn waren die frühen Filme „so frisch und belebend wie damals, als diese Werke zum ersten Mal gezeigt worden waren“, und zwar weil sie „die Sprache beherrschten, die sie da sprachen. Sie hatten eine Syntax des Auges, eine Grammatik der reinen Bewegung erfunden, und wenn man einmal von den Kostümen, den Autos und den kuriosen Möbeln im Hintergrund absah, konnte nichts davon wirklich alt werden. Hier wurde

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