- | Deutschland 2011 | 103 Minuten

Regie: Leander Haußmann

Als die Situation in Nazi-Deutschland immer bedrohlicher wird, verschlägt es zwei Komödianten aus einem Berliner Kabarett ins Moskauer Hotel "Lux", wo sie nicht zuletzt mit den diktatorischen Originalen, die sie zu parodieren pflegen, in turbulent-gefährliche Verwicklungen geraten. Solide produziert und visuell recht eindrücklich, krankt der Film an seiner konfusen Handlung, vor allem aber daran, dass er den bitteren Ernst der historischen Realität und dessen komödiantische Überspitzung nicht auszubalancieren versteht. So werden Komisches und Spannendes kopflos aneinander gefügt und neutralisieren sich gegenseitig. (Teils O.m.d.U.) - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2011
Regie
Leander Haußmann
Buch
Leander Haußmann
Kamera
Hagen Bogdanski
Musik
Ralf Wengenmayr
Schnitt
Hansjörg Weissbrich
Darsteller
Michael "Bully" Herbig (Zeisig) · Jürgen Vogel (Meyer) · Thekla Reuten (Frida van Oorten) · Alexander Senderovich (Jeschow) · Valerie Grishko (Stalin)
Länge
103 Minuten
Kinostart
27.10.2011
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Diskussion
Es ist und bleibt eine schwierige Sache mit dem Verhältnis von Komik und Tragik in ein und demselben Film, und die Balance zwischen heiteren Momenten, die den Alltag vergessen machen, und Szenen, die ängstigen und verstören, weil sie intensiv auf reale Probleme dieser Welt verweisen, wird nur sehr selten gefunden. Es gibt einige wenige in dieser Hinsicht geglückte Filme, etwa Chaplins „Der große Diktator“ (fd 7373), die dann als singuläre Meisterwerke zeitlos wurden; darauf mit einem eigenen Film aufzubauen, ist zwar ein leichtes, aber die Fallhöhe ist immens, falls dann irgendetwas schief geht. Was ist nun schief gegangen bei Leander Haußmann? Zunächst einmal gar nicht so viel. „Hotel Lux“ ist solide produziert, visuell eindrücklich, auch hat der Regisseur mit einem Stoff wie „Sonnenallee“ (fd 33 876) bereits bewiesen, dass er durchaus den richtigen Ton anzuschlagen vermag: Als er den von Detlev Buck gespielten Polizeiobermeister Horkefeld an der deutsch-deutschen Grenze in Berlin postierte, schuf er eine ambivalente Witzfigur, über die man ei

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