Brasch - Das Wünschen und das Fürchten

Dokumentarfilm | Deutschland 2011 | 95 Minuten

Regie: Christoph Rüter

Porträtfilm über den Dichter Thomas Brasch (1945-2001) als eine Art letzte Liebeserklärung an einen verstorbenen Freund. Basis sind Interviews des Regisseurs sowie Film- und Fernsehausschnitte, vor allem aber nachgelassene DV-Kassetten, auf denen Brasch seinen Alltag sowie den zunehmenden Wahn und körperlichen Verfall nach 1990 dokumentierte. Insgesamt wirkt der Film mehr gefällig als sperrig. Braschs Credo, dass Kunst nicht die Lösung sei, sondern "der bleibende Schmerz, der spüren lässt, dass man am Leben ist", findet in dem Porträt nur teilweise eine sinnliche Entsprechung. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2011
Regie
Christoph Rüter
Buch
Christoph Rüter
Kamera
Patrick Popow · Thomas Brasch · René Kirschey · Christoph Rüter
Schnitt
Rune Schweitzer
Länge
95 Minuten
Kinostart
03.11.2011
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Diskussion
Am 3.11.2001 starb der Dichter und Filmemacher Thomas Brasch 56-jährig in Berlin. „Er wusste“, sagte Fritz J. Raddatz in seiner Grabrede, „dass Kunst das Gehärtete sein muss. Unter dem Gehärteten, unter dem Unerbittlichen des Kunstgesetzes, lag seine Bittlichkeit. Immer, wenn Sie genau lesen, ob in Stücken, in Prosa, vielleicht ganz besonders in der Lyrik, werden Sie finden eine Gebärde des Flehentlichen. Er hat uns eine Welt vorgeführt, vor der er die Menschen warnt. Gleichwohl hat er gesagt, sie möge nicht so sein.“ In seinem Film mit dem Untertitel „Das Wünschen und das Fürchten“ unternimmt Christoph Rüter den Versuch, genau jenes Spannungsfeld zwischen Gewalt und Zärtlichkeit, Realität und Utopie, höchster Euphorie und tiefster Angst zum Zentrum seiner biografischen Annäherung an Brasch werden zu lassen; er konfrontiert mit Momenten aus dem Leben jenes Mannes, dessen Œuvre inz

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