- | Großbritannien/Deutschland 2011 | 130 Minuten

Regie: Roland Emmerich

Aus der Rahmenhandlung eines Theaterstücks über den "wahren" Autor des Werks von William Shakespeare taucht der Film ins London des Elisabethanischen Zeitalters ein. Dabei lässt er die These, dass der Verfasser der unsterblichen Dramen und Sonette nicht Shakespeare, sondern der 17. Lord von Oxford sei, zur filmischen "Räuberpistole" um politische Machenschaften am Hof der Königin sowie um Theaterintrigen werden. Unbekümmert ignoriert der Film dabei den Stand der Shakespeare-Forschung und verdichtet das uralte Rätselraten um die Autorenschaft zum unterhaltsamen Historienspektakel über das Scheitern der Kunst an der Politik. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ANONYMOUS
Produktionsland
Großbritannien/Deutschland
Produktionsjahr
2011
Regie
Roland Emmerich
Buch
John Orloff
Kamera
Anna Foerster
Musik
Harald Kloser · Thomas Wander
Schnitt
Peter R. Adam
Darsteller
Rhys Ifans (Earl of Oxford) · Vanessa Redgrave (Queen Elizabeth I.) · Joely Richardson (junge Queen Elizabeth I.) · David Thewlis (William Cecil) · Xavier Samuel (Earl of Southhampton)
Länge
130 Minuten
Kinostart
10.11.2011
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Diskussion
Ein älterer Herr eilt in ein Theater, dessen Hinterbühne schon vor Aufregung vibriert. Schauspieler und Statisten füllen die Gänge, und der Hastende kommt gerade noch rechtzeitig, um den Vorhang sich öffnen zu sehen. Nun steht er im Scheinwerferlicht eines modernen Broadway-Theaters und stellt dem Publikum einen Mann vor, der das bedeutendste Werk der Literaturgeschichte geschaffen hat und dessen Namen trotzdem niemand kennt. Wer ist dieser Anonymus, der einem Tölpel namens William Shakespeare bis zum heutigen Tag den ihm zustehenden Ruhm überlassen muss? Schließlich wurden im Urheberstreit um Shakespeares Werke in den letzten 150 Jahren von Christopher Marlowe bis Francis Drake Dutzende Kandidaten ins Spiel gebracht. Der ältere Herr gibt den entscheidenden Hinweis: Es ist Derek Jacobi, berühmter Shakespeare-Mime und ein glühender Oxfordianer. Im populären Streit, von wem die William Shakespeare zugeschriebenen Werke nun wirklich stammen, existiert derzeit nur noch ein heißer Kandidat: Edward de Vere, 17. Lord von Oxfor

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