Einer wie Bruno

- | Deutschland 2011 | 108 Minuten

Regie: Anja Jacobs

Eine 13-jährige Schülerin ist für ihren geistig zurückgebliebenen Vater Spielkameradin und Ersatzmutter zugleich. Als sich der Teenager in einen neuen Mitschüler verliebt und sich für seinen Vater zu schämen beginnt, reagiert dieser mit Eifersucht auf die Gefühle der Tochter. Ein unterhaltsamer, ganz vom nuancierten Spiel der jungen Hauptdarstellerin getragener Film. Dramaturgisch bleibt er mitunter zu unentschieden, sodass er sein brisantes Thema zugunsten einer Wohlfühlstimmung nur im Ansatz ausleuchtet. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2011
Regie
Anja Jacobs
Buch
Marc O. Seng
Kamera
Daniel Möller
Musik
Matthias Klein
Schnitt
Ronny Mattas
Darsteller
Christian Ulmen (Bruno Markowitsch) · Lola Dockhorn (Radost Markowitsch) · Lucas Reiber (Benny Schmidtbauer) · Peter Kurth (Karli Fichtner) · Teresa Harder (Frau Corazon)
Länge
108 Minuten
Kinostart
12.04.2012
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.

Heimkino

Verleih DVD
Lighthouse (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Nach „Vincent will Meer“ (fd 39 825) versucht ein weiterer Film mit einem jugendlichen Helden, dem Thema Behinderung sowohl tragische als auch komische Aspekte abzuringen. Dass die gewagte Konstellation – eine 13-Jährige beaufsichtigt rund um die Uhr ihren geistig zurückgebliebenen Vater – nicht auf Anhieb für Kopfschütteln sorgt, verdankt sich der großartigen Newcomerin Lola Dockhorn. Sie ist der Rolle eines frühreifen Teenagers mit ihrem nuancierten Spiel mehr als gewachsen und strahlt dabei eine Natürlichkeit aus, die Christian Ulmens vergebliche Bemühungen, als Bruno in die Fußstapfen von Dustin Hoffmans „Rain Man“ (fd 27 420) zu treten, aufs Schnörkelloseste untergräbt. Nach dem Tod der Mutter versorgt Radost aufopferungsvoll i

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