Shame (2011)

Drama | Großbritannien 2011 | 100 Minuten

Regie: Steve McQueen

Ein sexsüchtiger New Yorker Yuppie bekommt Besuch von seiner labilen jüngeren Schwester, die sich bei ihm einquartiert. Der Kontakt mit ihr ruft verdrängte Erinnerungen aus der gemeinsamen Kindheit wach, gefährdet aber die ganz auf die Sucht ausgerichtete Existenz des Mannes, die menschliche Bindungen ausschließt, und wird für ihn zur Zerreißprobe. Ein beklemmendes, vielschichtiges Drama, das dank des hervorragenden Hauptdarstellers und der vorzüglichen Inszenierung voller poetischer wie auch verstörender Bilder in den von unterdrücktem Schmerz geprägten Kosmos der Hauptfigur hineinführt. Dabei geht es auch um die Kritik eines westlichen Lebensstils, mehr aber um das Ergründen existenzieller Zustände.

Filmdaten

Originaltitel
SHAME
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2011
Regie
Steve McQueen
Buch
Steve McQueen · Abi Morgan
Kamera
Sean Bobbitt
Musik
Harry Escott
Schnitt
Joe Walker
Darsteller
Michael Fassbender (Brandon) · Carey Mulligan (Sissy) · James Badge Dale (David) · Nicole Beharie (Marianne) · Hannah Ware (Samantha)
Länge
100 Minuten
Kinostart
01.03.2012
Fsk
ab 16; f
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Prokino (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Prokino (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Dass auf dem Filmplakat die Erotik des Motivs – ein halb von Stoff verhüllter männlicher Unterleib – von der Eiseskälte der Farben konterkariert wird, umreißt recht genau, was man von „Shame“ zu erwarten hat: Wie viele Filme, denen wegen offenherziger Sexszenen der Ruch des Skandalösen anhaftet – von Bergmans „Das Schweigen“ (fd 12 486) über Verhoevens „Basic Instinct“ (fd 29 576) bis zu Catherine Breillats „Romance“ (fd 34 299) –, ist auch „Shame“ eigentlich nicht freizügig, geht es doch nicht um die lustvolle Darstellung, sondern um die Problematisierung von Sexualität. Für Brandon, die Hauptfigur, ist Sex kein Spaß, sondern eine Sucht, inklusive aller aufzehrenden, selbstzerstörerischen Tendenzen, die jeder Sucht innewohnen. Entsprechend ist „Shame“ kein erotischer, sondern (etwa wie das Alkoholiker-Drama „Leaving Las Vegas“, fd 31 893) ein schmerzhafter Film. Man begleitet eine Figur auf einer Abwärtsspirale, die gnadenlos au

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