Habemus Papam - Ein Papst büxt aus

Tragikomödie | Italien/Frankreich 2011 | 104 Minuten

Regie: Nanni Moretti

Die Wahl eines neuen Papstes steht an, doch der Kandidat, auf den die Entscheidung der Kardinäle fällt, wird von tiefen Selbstzweifeln geplagt. Er entflieht seiner Aufgabe und mischt sich in den Straßen Roms unters Volk. Der Film nimmt das höchste Amt der katholischen Kirche als Folie, um mit augenzwinkerndem Humor von einem Menschen zu erzählen, der angesichts seiner Berufung von Angst geplagt wird und erst Kraft findet, als er in der Gemeinschaft einfacher Leute aufgeht. Auch wenn der Film nicht in psychologische Tiefen vorstößt, glänzt er mit Momenten tiefer Menschlichkeit, wobei er vor allem von seinem großartigen Hauptdarsteller getragen wird. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
HABEMUS PAPAM
Produktionsland
Italien/Frankreich
Produktionsjahr
2011
Regie
Nanni Moretti
Buch
Nanni Moretti · Francesco Piccolo · Federica Pontremoli
Kamera
Alessandro Pesci
Musik
Franco Piersanti
Schnitt
Esmeralda Calabria
Darsteller
Michel Piccoli (Papst) · Jerzy Stuhr (Pressesprecher) · Renato Scarpa (Kardinal Gregori) · Franco Graziosi (Kardinal Bollati) · Camillo Milli (Kardinal Pescardona)
Länge
104 Minuten
Kinostart
08.12.2011
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Tragikomödie

Heimkino

Verleih DVD
PROKINO Home Entertainment
DVD kaufen

Diskussion
„Herr, bitte wähle nicht mich!“, murmeln in Nanni Morettis Konklave die versammelten Kardinäle inbrünstig vor sich hin, während die Entscheidung über den neuen Papst fällt. Alles andere als Machtmenschen sind die Kirchenvertreter, vielmehr reizende ältere Herren, die ihren Feierabend am liebsten beim Puzzeln oder auf dem Hometrainer verbringen und daran eben auch gar nichts ändern möchten. Auch der französische Kardinal Melville stimmt ein ins vielstimmige Gebet ums Verschont-werden vom Papstamt – und doch fällt das Los auf ihn. Weißer Rauch steigt auf, die Menge auf dem Petersplatz ist begeistert. Der neue Papst aber erleidet kurz vor der obligatorischen Antrittsrede einen Nervenzusammenbruch, vor der Last des Amtes und der Verantwortung flieht er in die Gemächer des Vatikans, ohne sich dem jubelnden Kirchenvolk gezeigt zu haben. Vom gewieften Pressesprecher des Vatikans (grandios als zunehmend verzweifelnder Medienprofi: Jerzy Stuhr) wird der Nicht-Auftritt flu

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren