Sarahs Schlüssel

Drama | Frankreich 2010 | 103 Minuten

Regie: Gilles Paquet-Brenner

Eine Journalistin stößt auf die Geschichte eines jüdischen Mädchens, das im Paris des Jahres 1942 seinen kleinen Bruder in einem Wandschrank einschloss, um ihm die drohende Deportation zu ersparen, die den Rest der Familie in die Vernichtung führte. Der Verlobte der Journalistin gehört einer Familie an, die von der Deportation profitierte und die Wohnung der verschleppten Juden übernahm. Die hartnäckige Aufdeckung der verdrängten Vergangenheit führt zu Schmerzen bei allen Beteiligten. Eine intime und berührende, dabei nie rührselige Studie des Umgangs mit einer schuldverstrickten Vergangenheit. Dabei tritt der Film für die Notwendigkeit, nicht zu vergessen, ein, ohne das Leid, das mit dem Aufdecken der Vergangenheit einhergeht, herunterzuspielen. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ELLE S'APPELAIT SARAH
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2010
Regie
Gilles Paquet-Brenner
Buch
Serge Joncour · Gilles Paquet-Brenner
Kamera
Pascal Ridao
Musik
Max Richter
Schnitt
Hervé Schneid
Darsteller
Kristin Scott Thomas (Julia Jarmond) · Mélusine Mayance (Sarah) · Niels Arestrup (Jules Dufaure) · Frédéric Pierrot (Bertrand Tezac) · Michel Duchaussoy (Edouard Tezac)
Länge
103 Minuten
Kinostart
15.12.2011
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Diskussion
Es ist ein unscheinbarer Gegenstand aus Messing, und doch hütet es ihn wie seinen Augapfel: Im stärksten Gedränge, todkrank von den Strapazen der gerade durchlittenen Deportation, wirft sich ein jüdisches Mädchen auf diesen kleinen Schlüssel, der ihm wichtiger zu sein scheint als das eigene Leben. Denn zu jedem Schlüssel gehört ein Schloss. Und zu jedem Schloss gehört ein Inhalt, der vor der Außenwelt verborgen werden soll. Für die zehnjährige Sarah muss dieser Inhalt eine unvorstellbare Last sein, unter der sie fast zusammenbricht und die sie doch immer weiter treibt: Im Pariser Sommer des Jahres 1942 sperrt Sarah ihren kleinen Bruder kurz vor dem Verschleppen ihrer jüdischen Familie in den Wandschrank ein. Durch die Tapete wird die Tür eins mit

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