Huhn mit Pflaumen

- | Frankreich/Deutschland/Belgien 2011 | 91 Minuten

Regie: Marjane Satrapi

Nachdem seine Ehefrau sein geliebtes Instrument zerbrochen hat, beschließt ein iranischer Geigen-Virtuose zu sterben. Hinter dem Verlust an Lebenswillen steht freilich mehr, ist doch eine zerbrochene Liebe der Grund für seine Verzweiflung. Herb-süß entwickelt der Film in surrealistisch überhöhten Wendungen eine Geschichte von Verlust und verschmähter Liebe. Dabei verwebt er auf mehreren Zeitebenen die Schicksale der Figuren zu einem märchenhaft anmutenden Erzählteppich, der reizvoll Melancholie mit Ironie und Humor verbindet. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
POULET AUX PRUNES
Produktionsland
Frankreich/Deutschland/Belgien
Produktionsjahr
2011
Regie
Marjane Satrapi · Vincent Paronnaud
Buch
Marjane Satrapi · Vincent Paronnaud
Kamera
Christophe Beaucarne
Musik
Olivier Bernet
Schnitt
Stéphane Roche
Darsteller
Mathieu Amalric (Nasser-Ali) · Edouard Baer (Azraël) · Maria de Medeiros (Faringuisse) · Golshifteh Farahani (Irâne) · Chiara Mastroianni (Lili als Erwachsene)
Länge
91 Minuten
Kinostart
05.01.2012
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Diskussion
„Es war einmal einer, und es war einmal keiner“, so fangen persische Geschichten gerne an, wie der Erzähler über den Blicken auf ein paar Schuhe verrät, die auf dem Asphalt klackern. „Huhn mit Pflaumen“ ist ebenfalls eine Geschichte über einen, der einmal war. Einer, der liebte, der verlor und der beschloss, im Kreis seiner Liebsten zu sterben. Huhn mit Pflaumen war Nasser Ali Khans Leibgericht; es kann den weltberühmten Geiger aber auch nicht mehr davon abhalten, seinen Leib dem Tod preiszugeben. Nasser will die Welt und seine Familie verlassen; dabei wird er von seiner Frau geliebt, die eine harte Miene aufsetzt, um seine ständigen Verletzungen nicht an sich heranzulassen. Er wird von seinen Kindern geliebt, von denen ihm das Mädchen so ähnlich und der Junge ganz unähnlich ist. Doch Nasser liebt nicht zurück, sein Herz ist von jemandem besetzt, den er selbst nicht besitzen kann. Es ist die Tragik menschlicher Beziehungen, des Begehrens von etwas, was man nicht haben

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