Extrem laut & unglaublich nah

Drama | USA 2011 | 129 Minuten

Regie: Stephen Daldry

Ein Jahr nach dem Tod seines Vaters beim Terroranschlag vom 11. September 2001 in New York begibt sich ein elfjähriger, unter Asperger leidender Junge mit überentwickeltem Organisationstalent auf die Suche nach Zeichen, die ihm sein Vater hinterlassen haben mag. Die Verfilmung des Romans von Jonathan Safran Foer erzählt gänzlich aus der Perspektive des Kindes und ist der bemerkenswerte Versuch der Aufarbeitung und Überwindung jenes Traumas, das die US-amerikanische Nation bis zum heutigen Tag bewegt. Feinfühlig inszeniert und hervorragend gespielt, begibt sich der Film manchmal nah an den Rand zur Sentimentalisierung, überzeugt aber stets durch die Ernsthaftigkeit seines Anliegens. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
EXTREMELY LOUD AND INCREDIBLY CLOSE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2011
Regie
Stephen Daldry
Buch
Eric Roth
Kamera
Chris Menges
Musik
Alexandre Desplat
Schnitt
Claire Simpson
Darsteller
Tom Hanks (Oskars Vater) · Sandra Bullock (Oskars Mutter) · Thomas Horn (Oskar Schell) · James Gandolfini (Ron) · Zoe Caldwell (Oskars Großmutter)
Länge
129 Minuten
Kinostart
16.02.2012
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Die BD enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl., DD5.1 dt.)
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Diskussion
Filme über das Sterben eines nahen Angehörigen setzen sich stets der Gefahr aus, als sentimental abgeurteilt zu werden. Dabei vermischt sich leicht die Einschätzung des Films mit dem Gefühl des Verlusts und der Trauer, das dem geschilderten Ereignis von Natur aus innewohnt. Wenn das so ist, um wie viel schwerer mag es ein Filmemacher dann mit dem Versuch der Darstellung und Bewältigung einer Tragödie vom Ausmaß des Terroranschlags vom 11. September 2001 auf das New Yorker World Trade Center haben, bei dem Tausende von Menschen ums Leben gekommen sind. Jonathan Safran Foer hat in seinem 2005 erschienenen Roman ein kompliziertes literarisches Konstrukt erfunden, um des Themas Herr zu werden. Daraus einen Film zu machen, der das alles in Bilder umsetzt, erscheint wie eine unmögliche Aufgabe. Stephen Daldry hat es dennoch gewagt, und das Ergebnis ist in seiner gewichtigen Emotionalität nicht weit von dessen früheren Filmen „Billy Elliot“ (fd 34 566), „The Hours“ (fd 35 876) und „Der Vorleser“ (fd 39 157) entfernt. Wer diese Filme kennt, wird erst gar nicht erwarten, dass „Extrem laut und unglaublich nah“ eine politische oder auch nur rationale Annäherung an den inzwischen bereits hi

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