Die Tribute von Panem - The Hunger Games

Abenteuerfilm | USA 2012 | 142 Minuten

Regie: Gary Ross

In der Zukunft hat ein diktatorisches Regime die einstigen USA in zwölf Distrikte aufgeteilt, die einmal im Jahr zwei Jugendliche in die Hauptstadt entsenden müssen, wo sie in einem martialischen Wettstreit auf Leben und Tod anzutreten haben. Eine 16-Jährige setzt sich in den medial ebenso spektakulär wie spekulativ aufbereiteten "Hungerspielen" mit Mut und Integrität gegen das mitleidlose Regime durch. Spannender Abenteuerfilm als erster Teil einer Trilogie, der die komplexe Substanz des düsteren Fantasy-Stoffs aber eher zögerlich aufgreift. Den Ängsten und Schmerzen der jugendlichen Protagonisten, vor allem ihrer Sehnsucht nach Zuneigung, Liebe und Gerechtigkeit kommt er nur bedingt nahe; auch der kritische Umgang mit (Ab-)Bildern und der Manipulation von Bilderwelten wird kaum vertieft. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE HUNGER GAMES
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2012
Regie
Gary Ross
Buch
Gary Ross · Suzanne Collins · Billy Ray
Kamera
Tom Stern
Musik
T-Bone Burnett · James Newton Howard
Schnitt
Stephen Mirrione · Juliette Welfing
Darsteller
Jennifer Lawrence (Katniss Everdeen) · Josh Hutcherson (Peeta Mellark) · Liam Hemsworth (Gale Hawthorne) · Woody Harrelson (Haymitch Abernathy) · Elizabeth Banks (Effie Trinket)
Länge
142 Minuten
Kinostart
22.03.2012
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Abenteuerfilm | Fantasyfilm
Diskussion
In der Zeit nach (und zwischen) den „Harry Potter“-Bänden war es für lesehungrige Jugendliche schwer, eine halbwegs akzeptable Ersatzlektüre zu finden. Kaum eines der vielen Bücher, die urplötzlich auf der Welle von Fantasy, Zauberei und magischen Parallelwelten mitschwimmen wollten, hielt dem kritischen Urteil, aber auch dem gewachsenen Anspruch an erzählerische Solidität stand. Tolkien war längst abgegrast, Philip Pullmans „His Dark Materials“-Trilogie ansatzweise schon (glücklos) verfilmt („Der goldene Kompass“, fd 38 491); da fanden allenfalls noch Jonathan Strouds herrlich ironische „Bartimäus“-Bände oder Cornelia Funkes „Tintenwelt“ Gnade bei den ambitionierten jungen Lesern – und eben die Romane von Suzanne Collins’ dystopischer Fantasy-Trilogie „Die Tribute von Panem“. Auch hier wird im Grunde „nur“ ein Patchwork aus längst vertrauten Genreelementen geschickt neu angerührt: Archaisch-antike Gladiatoren-Kämpfe à la „Spartacus“ und „Ben Hur“ (wie sie bereits asiatische Mangas in zeitgenössischem Ambiente wiederentdeckt hatten) treffen auf George Orwells totalitären Überwachungsstaat, und das in einer medialen Zukunftswelt, in der technisch nahezu alles möglich ist und zur Verführung, Manipulation und Kontrolle willfähriger Massen angewandt wird. Doch die Versatzstücke sind eben nur das eine. Suzanne Collins nahm in ihren Büchern vor allem ihr junges Zielpublikum jederzeit ern

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