Unser Paradies

- | Frankreich 2011 | 100 Minuten

Regie: Gaël Morel

Ein Pariser Stricher Mitte 30 ermordet regelmäßig seine Freier. Er verliebt sich in einen jüngeren Kollegen, mit dem er Paris verlässt und bei diversen Freunden unterkommt. Trotz ausdrucksstarker Darsteller kann der Film seine "amour fou" nie nachfühlbar gestalten, weil er trotz exzessiver körperlicher Intimität keine Nähe zu den Protagonisten herstellt. So hangelt er sich von Mord- zu Mordszene und von Sex- zu Sexszene, ohne die zwischenzeitlich aufscheinenden Thriller-Elemente sinnstiftend auszubauen.

Filmdaten

Originaltitel
NOTRE PARADIS
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2011
Regie
Gaël Morel
Buch
Gaël Morel
Kamera
Nicolas Dixmier
Musik
Camille Rocailleux · Louis Sclavis
Schnitt
Catherine Schwartz
Darsteller
Stéphane Rideau (Vassili) · Dimitri Durdaine (Angelo) · Béatrice Dalle (Anna) · Didier Flamand (Victor) · Jean-Christophe Bouvet (Freier)
Länge
100 Minuten
Kinostart
05.04.2012
Fsk
-

Diskussion
Vassili lebt als Stricher in Paris. Er ist Mitte 30, gibt sich aber für 20 aus, nur nimmt ihm das keiner seiner Freier mehr ab. Vassili „rächt“ sich an ihnen, indem er sie umbringt. Eines Nachts gabelt er im Bois de Boulogne einen jungen Schwulen auf, der von homophoben Schlägern verprügelt wurde. Er nimmt ihn mit zu sich nach Hause, verarztet ihn, sie haben Sex und reden fortan davon, wahnsinnig ineinander verliebt zu sein. Gaël Morels Film behauptet das, indem er die Worte der Verliebten mit romantischen Klängen unterstreicht und die beiden sich lange in die Augen schauen lässt. Spürbar macht er ihre Gefühle indes nicht. Dass einem Vassili und der Junge frem

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