The Grey - Unter Wölfen

Abenteuer | USA 2012 | 117 (TV 105) Minuten

Regie: Joe Carnahan

Ein Einzelgänger, der nach dem Tod seiner Frau des Lebens überdrüssig ist, verdingt sich als Scharfschütze bei einer Ölgesellschaft im hohen Norden Alaskas. Nach einem Flugzeugabsturz wird er zum Anführer einer Gruppe von Männern, die sich in winterlichen Schneestürmen gegen eine Meute hungriger Wölfe verteidigen muss. Die kluge Inszenierung sowie die überzeugenden Darsteller machen die Abenteuer-Geschichte zunehmend durchlässig und verdichten sie zu einer Meditation über Verlust und Tod; somit weicht der Film auf ernstzunehmende Weise von den üblichen Klischees des Actiongenres ab. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE GREY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2012
Regie
Joe Carnahan
Buch
Joe Carnahan · Ian Mackenzie Jeffers
Kamera
Masanobu Takayanagi
Musik
Marc Streitenfeld
Schnitt
Roger Barton · Jason Hellmann
Darsteller
Liam Neeson (Ottway) · Frank Grillo (Diaz) · Dermot Mulroney (Talget) · Dallas Roberts (Henrick) · Joe Anderson (Flannery)
Länge
117 (TV 105) Minuten
Kinostart
12.04.2012
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Abenteuer | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar mit Joe Carnahan, Cutter Roger Barton und Jason Hellmann sowie ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (22 Min.).

Verleih DVD
Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Es mutet fast wie ein kleines Wunder an, inmitten der von futuristischer Technik und enthumanisierter Action beherrschten Franchise-Filme aus den Major Studios einen Film zu finden, der die uralte Geschichte vom Kampf des Menschen gegen die Natur so spartanisch auf einige wesentliche Bestandteile reduziert, als seien Jack London und die Filme von Anthony Mann wieder auferstanden. Joe Carnahan, der bisher nichts als zynische Genre-Unterhaltung hervorgebracht hat („Smokin’ Aces“, fd 38 064, „Das A-Team“, fd 40 001), erweist sich bei „The Grey“ plötzlich als ein Regisseur mit Sinn für die elementaren Attribute einer fesselnden Abenteuergeschichte. Während Carnahans frühere Filme mit betäubender Selbstzweckhaftigkeit aufwarteten, richtet er diesmal den Blick nach innen; er entdeckt die Menschen hinter dem gewalttätigen Geschehen, lässt sogar Nachdenklichkeit und Poesie

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