Wir wollten aufs Meer

Drama | Deutschland 2012 | 117 (24 B./sec.)/113 (25 B./sec.) Minuten

Regie: Toke Constantin Hebbeln

Zwei junge Männer in Rostock träumen 1982 von einer Zukunft auf See. Gemeinsam mit einem Dritten, der offen von Republikflucht spricht, geraten sie in das monströse Netz der Staatssicherheit. Der eine steigt zum Spitzel im Offiziersrang auf, der andere leistet Widerstand, bis es hinter Gefängnismauern zu Schikanen und Psychoterror kommt. Düsteres DDR-Drama über Menschen voller Sehnsucht nach einer besseren Welt, die in die Zwangsjacke eines Systems geraten, das ihnen keine Entscheidungsgewalt über ihr Leben zubilligt. Die herausragenden Darsteller überspielen souverän die mitunter überladene, allzu deutlich illustrierte Handlung, wobei die verhandelten Gewissensfragen die Dimension einer griechischen Tragödie bekommen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2012
Regie
Toke Constantin Hebbeln
Buch
Ronny Schalk · Toke Constantin Hebbeln
Kamera
Felix Novo de Oliveira
Musik
Nic Raine
Schnitt
Simon Blasi
Darsteller
Alexander Fehling (Cornelis Schmidt) · August Diehl (Andreas Hornung) · Phuong Thao Vu (Phuong Mai) · Ronald Zehrfeld (Matthias Schönherr) · Annika Blendl (Sabine Schönherr)
Länge
117 (24 B.
sec.)
113 (25 B.
sec.) Minuten
Kinostart
13.09.2012
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Diskussion
Toke Constantin Hebbelns Kinodebüt ist der nachgeborene kleine Bruder von „Das Leben der Anderen“ (fd 37 524): ein DDR-Drama über Menschen in der Zwangsjacke eines Systems, das ihnen keine Entscheidungsgewalt über ihr Leben zugesteht. Historische Aufnahmen und die unvermeidlich beige-braunen Sepia-Töne der Interieurs geben die Richtung vor. Selbst das Licht ist schmutzig. Der Regen macht kaum Pause. Kein gutes Omen in einer Geschichte, die mit ausgelassenen Freundschaftsbeschwörungen anfängt. Zwei junge Männer träumen 1982 in Rostock von einer Zukunft auf der See. Doch der Aufstieg will nicht gelingen. Nach drei Jahren schuften sie immer noch als Hafenarbeiter. Sie treffen auf einen Dritten, der offen von Republikflucht

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