Der deutsche Freund

Drama | Deutschland/Argentinien 2012 | 104 (24 B./sec.)/100 (25 B./sec.) Minuten

Regie: Jeanine Meerapfel

Im Argentinien der 1950er-Jahre freunden sich ein Junge und ein Mädchen an, deren Eltern aus Deutschland emigrierten - die Eltern des jüdischen Mädchens auf der Flucht vor der Verfolgung durch die Nazis, die Eltern des Jungen nach dem Fall des Regimes als NS-Verbrecher auf der Flucht vor der Justiz. Als der Junge von der Nazi-Vergangenheit der Eltern hört, bricht für ihn eine Welt zusammen. Im Zuge der Studentenbewegung radikalisiert er sich politisch, woran die Liebe zur jüdischen Kindheitsfreundin zu zerbrechen droht. Das thematisch spannende, emotional aber wenig ansprechende Drama greift viele Themen auf, die spürbar gehetzt abgearbeitet werden, ohne in die Tiefe zu gehen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
EL AMIGO ALEMÁN
Produktionsland
Deutschland/Argentinien
Produktionsjahr
2012
Regie
Jeanine Meerapfel
Buch
Jeanine Meerapfel
Kamera
Victor González
Musik
Floros Floridis
Schnitt
Andrea Wenzler
Darsteller
Max Riemelt (Friedrich) · Benjamin Sadler (Michael) · Celeste Cid (Sulamit Löwenstein) · Hartmut Becker (Werner Kunheim) · Jean Pierre Noher (Philipp Löwenstein)
Länge
104 (24 B.
sec.)
100 (25 B.
sec.) Minuten
Kinostart
01.11.2012
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Diskussion
Der deutsche Freund heißt Friedrich und wohnt mit seiner Familie im Haus gegenüber. Für Sulamit, Tochter deutsch-jüdischer Emigranten im Argentinien der 1950er-Jahre, ist diese Freundschaft zwar außergewöhnlich, aber sicherlich nicht wegen der Brisanz ihrer politischen Hintergründe. Vom Nationalsozialismus und seinen Schrecken, der beide in Buenos Aires zusammengeführt hat, wissen die Kinder noch nichts. Nach 1933 war für jüdische Emigranten Argentinien das wichtigste lateinamerikanische Zufluchtsland. Während sie vor den Verbrechen ins Exil flohen, folgten nach Ende der NS-Zeit tausende Nazis an denselben Ort, um der Strafe für eben diese Verbrechen zu entgehen. Jeanine Meerapfel, 1943 als Kind deutsch-jüdischer Emigranten in Buenos Aires geboren, siedelt ihren Film in dieser prekären Nachbarschaft an, die wohl kaum o

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