Killing Them Softly

Gangsterfilm | USA 2012 | 97 (24 B./sec.)/94 (25 B./sec.) Minuten

Regie: Andrew Dominik

Nachdem zwei Kleinkriminelle ein Wettbüro der Mafia ausgeraubt haben, wird ein Killer engagiert, der die Ordnung wiederherstellen soll. Der kühl kalkulierende Profi engagiert seinerseits einen Kollegen, weil er einen der Gauner kennt und emotionalen Verwicklungen aus dem Weg gehen will. Ein dialoglastiges, in den Mord-Szenen hyperbrutales Drama, das vordergründig wie eine Gangstergroteske die Sorgen und Nöte der Killer ausstellt, im Kern aber ein wirtschafts- wie gesellschaftskritischer Gangsterfilm mit politischen Ambitionen ist, der das US-amerikanische System einer fundamentalen Kritik unterzieht. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
KILLING THEM SOFTLY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2012
Regie
Andrew Dominik
Buch
Andrew Dominik
Kamera
Greig Fraser
Schnitt
Brian A. Kates
Darsteller
Brad Pitt (Jackie Cogan) · Scoot McNairy (Frankie) · Ben Mendelsohn (Russell) · James Gandolfini (Mickey) · Vincent Curatola (Johnny Amato)
Länge
97 (24 B./sec.)/94 (25 B./sec.) Minuten
Kinostart
29.11.2012
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Gangsterfilm
Diskussion
„Killing Them Softly“ kommt etwa (zu) spät in den deutschen Kinos: Wie toll wäre es gewesen, im Kino zu sitzen und den Stimmen von Obama und McCain aus dem US-Wahlkampf 2008 zu lauschen, während Obama und Romney auf der Zielgeraden um den Einzug ins Weiße Haus 2012 ringen! Auch ohne ein solches originelles Feedback bleibt der dritte Spielfilm von Andrew Dominik ein vorzüglicher Genrefilm mit politischen Untertönen, der im expliziten Gegensatz zum gewählten Titel schmerzhaft intensiv das nur scheinbar coole Tarantino-Grinsen über Gewaltdarstellung aus dem Kinosaal vertreibt. Zudem stellt der Film von der Eingangsszene an so einiges, was an USA-Bildern kursiert, polemisch vom Kopf auf die Füße. Zwei nicht besonders helle Kleinkriminelle haben die brillante Idee, ein altes, ungesühntes Verbrechen zu kopieren. Der, der es damals beging, prahlte später mit seiner Cleverness und kam tatsächlich ungeschoren davon. Bei der Wiederholung de

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren