Das Venedig Prinzip

Dokumentarfilm | Deutschland/Österreich/Italien 2012 | 82 Minuten

Regie: Andreas Pichler

Tag für Tag strömen 60.000 Besucher durch Venedig, mehr Menschen als die kollabierende Stadt überhaupt noch Einwohner hat. Wer kann, zieht weg, die anderen verschanzen sich hinter Spott und Zynismus. Hinter der touristischen Fassade bröckelt das öffentliche Leben - in 20 Jahren wird Venedig ein reiner Vergnügungspark sein. Eine stilistisch versierte Bestandsaufnahme über die Konsequenzen des Molochs Massentourismus, in der die Venezianer und ihr Alltag im Mittelpunkt stehen; das Versagen der Politik und die Machenschaften der Immobilien- und Finanzbranche bleiben hingegen weitgehend außen vor. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
DAS VENEDIG PRINZIP
Produktionsland
Deutschland/Österreich/Italien
Produktionsjahr
2012
Regie
Andreas Pichler
Buch
Andreas Pichler
Kamera
Attila Boa
Musik
Jan Tilman Schade
Schnitt
Florian Miosge
Länge
82 Minuten
Kinostart
29.11.2012
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Es ist vor allem ein Bild, das unvergesslich bleibt: Ein riesiges Kreuzfahrtschiff gleitet in den Hafen von Venedig, die Kamera nimmt die Einfahrt aus der Perspektive einer schmalen Gasse auf. Vorn im Bild klein und fragil wirkende Häuserfluchten, dahinter das vielgeschossige Monstrum, das Tausende von Urlaubern an Land spült. Die Stadt Venedig wird von ihrer eigenen Legende erdrückt: Etwa 60.000 Gäste kommen jeden Tag hierher; der Jahresumsatz der Tourismusindustrie liegt bei 1,5 Milliarden Euro. Alles dreht sich um die Maximierung des Profits – wie ein letzter verzweifelter Tanz auf dem Vulkan, bevor die Stadt für immer untergeht. Andreas Pichlers Dokumentarfilm entfaltet sich wi

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