Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger

4K UHD. | USA 2012 | 127 Minuten

Regie: Ang Lee

Ein indischer Zoodirektor wandert nach politischen Unruhen per Schiff mit seiner Familie und einigen Tieren Richtung Kanada aus, doch unterwegs sinkt das Schiff. Nur der 17-jährige Sohn überlebt und findet sich in einem Rettungsboot mit einem Tiger wieder: eine nervenzerrende Schicksalsgemeinschaft, die eine lange Irrfahrt auf dem Meer vor sich hat. Als erzählerisch wie visuell beeindruckendes Kinoerlebnis verbindet der Film die fulminante Abenteuergeschichte mit der Frage nach der Existenz Gottes. Ein in atemberaubenden Bildern verdichtetes, mitreißendes Drama, in dem die Stereoskopie mitunter in optisches Zierwerk ausartet, überwiegend aber doch bemerkenswert klug genutzt wird. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
LIFE OF PI
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2012
Regie
Ang Lee
Buch
David Magee
Kamera
Claudio Miranda
Musik
Mychael Danna
Schnitt
Tim Squyres
Darsteller
Suraj Sharma (Pi Patel mit 17) · Irrfan Khan (Pi als Erwachsener) · Tabu (Gita Patel) · Rafe Spall (Schriftsteller) · Gérard Depardieu (Koch)
Länge
127 Minuten
Kinostart
20.12.2012
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
4K UHD. | Abenteuer | Drama | Fantasy

Heimkino

Die BD-Editionen enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache. Die Extras der DVD umfassen u.a. das Feature „Die Computeranimationen im Film“ (19 Min.). Die umfangreichere BD enthält indes ein ausführliches und erhellende „Making of“ (vier Teile, 64 Min.) und eine Storyboard-Galerie (13 Min.). Die „3-Disc Collector's Edition“ (2D/3D) enthält zudem ein Feature mit fünf im Film nicht verwendeten Szenen (13 Min.) sowie ein 40-seitiges Booklet zum Film. Die „3-Disc Collector's Edition“ ist mit dem Silberling 2013 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Fox (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Fox (16:9, 1.85:1, dts-HDMA7.1 engl., dts dt.)
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Diskussion
Unter einem Bettlaken hockt ein kleiner Junge wie in einem leuchtenden Zelt. Es ist Nacht. Während seine Familie schläft, richtet er seine Taschenlampe auf einen Comic. In der Geschichte aus dem indischen Mahabharata-Epos entdeckt die Ziehmutter des kindlichen Krishna, dass im Mund des kleinen Gottes das ganze Universum steckt. Man sieht die flache Comiczeichnung von Planeten und Galaxien, die sich vor unseren Augen in eine kitschige 3D-Animation verwandelt. Wozu bloß? Seht her, sagt das Bild, so tief taucht der kleine, nach einem Pariser Freibad getaufte Piscine Molitor, der Pi genannt wird, wie die unendliche Zahl, in seine Fantasiewelten ein! Das Bild sagt aber vor allem: Dieser Film war teuer, ihr habt Euch Stereobrillen aufgesetzt, und jetzt zeigen wir Euch, warum sich der ganze Aufwand gelohnt hat. Die kurze 3D-Welle in den 1950er-Jahren brachte vor allem B-Movies in die Kinos, die den Stereoskopie-Effekt unbedingt nötig hatten. Heute werden jenseits des Animationsfilms vor allem Prestige-Produktionen in 3D gedreht; Ang Lees „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ bestätigt dies nachhaltig. Die Situation erinnert an die Einführung von Technicolor ab 1935. Schwarz-weiß blieb noch mehr als zwei Jahrzehnte lang der Normalfall; Farbfilme war

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