Western | USA 2012 | 165 Minuten

Regie: Quentin Tarantino

Ein schwarzer Sklave wird von einem weißen Kopfgeldjäger freigekauft. Aus der anfänglichen Zweckgemeinschaft entwickeln sich allmählich ein Schüler-Lehrer-Verhältnis sowie eine Freundschaft. Zusammen wollen sie die Braut des ehemaligen Sklaven, die einem sadistischen Herrn gehört, befreien und Rache nehmen. Rückgreifend auf das Western-Genre, speziell den Italowestern, komponiert Quentin Tarantino eine zitat- und beziehungsreiche Ballade über den Kampf gegen Rassismus und mit Bigotterie verbrämte Grausamkeit, wobei sich exaltierte Gewaltspitzen mit anspielungsreichen Dialogen, rasante Actionszenen mit elegischen Passagen abwechseln. Dabei provoziert der Regisseur einmal mehr mit der Frage, ob und wann Gewaltanwendung und Rache legitim sein können. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DJANGO UNCHAINED
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2012
Regie
Quentin Tarantino
Buch
Quentin Tarantino
Kamera
Robert Richardson
Schnitt
Fred Raskin
Darsteller
Jamie Foxx (Django) · Christoph Waltz (Dr. King Schultz) · Leonardo DiCaprio (Calvin Candie) · Samuel L. Jackson (Stephen) · Kerry Washington (Broomhilda)
Länge
165 Minuten
Kinostart
17.01.2013
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Western | Italowestern

Heimkino

Die DVD enthält keine bemerkenswerten Extras. Die Extras der BD enthalten hingegen die drei Featurettes: "Der Spaghettiwestern neu konzipiert: Die Pferde und Stunts in 'Django Unchained' (14 Min.), "Die Kostüme von Sharen Davis" (12 Min.) sowie "In Erinnerung an J. Michael Riva: Das Production Design von 'Django Unchained'" (13 Min.). Die BD enthält zudem eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache. Des Weiteren existiert eine "Limited Digipak Edition", der der Soundtrack als CD beiligt.

Verleih DVD
Sony (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Sony (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Etwa nach einer halben Stunde findet „Django Unchained“ zu Sekunden reinen, von aller Narration losgelösten Bewegungskinos. Die zwei Hauptfiguren, Dr. King Schultz und Titelheld Django, ein von Schultz befreiter Negersklave, die sich im Winter 1858/59 zum Kopfgeldjäger-Männerbund zusammengeschlossen haben – diese beiden Helden von Quentin Tarantinos neuem Film schwingen sich aufs Pferd und reiten in eine mythische Westernlandschaft. Es kostet nur einen mit Überblendung kombinierten Kameraschwenk, schon sind sie aus der Stadt heraus und auf dem Weg in eine flirrende Wüste, in deren Hintergrund man ein schneebedecktes Gebirge sieht. Dann reiten sie im gemächlichen, aber bestimmten Tempo durch einen Wald, eine tiefe Schneelandschaft, an einem See vorbei: archaische Schönheit unberührter Natur, kombiniert mit der Eleganz der Kamerabewegung, perfekter Schnitte und der Musik – eine ästhetische Einheit, die den klassischen Western beschwört und sich doch seines Endes völlig bewusst bleibt. Die Bilder des Spaghetti-Western werden ebenso zitiert wie New Hollywoods aufgeklärte Western-Revivals, etwa Robert Altmans „Mc Cabe & Mrs. Miller“ (fd 17 634). Imme

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