Krimi | Großbritannien/Deutschland/Frankreich 2012 | 91 (24 B./sec.)/88 (25 B./sec.) Minuten

Regie: Barnaby Southcombe

Bei Ermittlungen in einem Mordfall lernt ein Kommissar eine distinguierte Frau Ende 50 kennen, die seit der Trennung von ihrem Mann mit Tochter und Enkelin zusammenlebt. Je enger die Beziehung zwischen den beiden wird, desto mysteriöser erscheint die Frau, die als einsamer Mensch, desillusioniert von der Männerwelt, ein eher verschobenes Verhältnis zur Wirklichkeit hat. Vorzüglich gespielte Kriminalgeschichte, die Elemente aus dem Film noir, der Romanze und dem Familiendrama zu einem Vexierspiel verbindet, bei dem nichts so ist wie es scheint. Das Bruchstückhafte ist dabei Prinzip, doch kann der Überschuss an Atmosphärischem nicht die Dürftigkeit des Drehbuchs wettmachen; das psychoanalytische Potenzial der Geschichte gerinnt im Grunde nur zu einer platten Erzählung über Traumata und Verdrängung. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
I, ANNA
Produktionsland
Großbritannien/Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr
2012
Regie
Barnaby Southcombe
Buch
Barnaby Southcombe
Kamera
Ben Smithard
Musik
K.I.D.
Schnitt
Peter Boyle
Darsteller
Charlotte Rampling (Anna Welles) · Gabriel Byrne (D.C.I. Bernie Reid) · Hayley Atwell (Emmy) · Eddie Marsan (D.I. Kevin Franks) · Jodhi May (Janet Stone)
Länge
91 (24 B./sec.)/88 (25 B./sec.) Minuten
Kinostart
02.05.2013
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Krimi

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Das „Ich“ im Filmtitel suggeriert eine radikal subjektive Perspektive, ein Selbstzeugnis oder auch Geständnis. Barnaby Southcombes Spielfilmdebut „I, Anna“ fasst diese zwar in eine weitgehend objektive Erzählung, ist aber doch vor allem ein Blick in das Bewusstsein und Unterbewusstsein einer Frau, die zur Wirklichkeit ein eher verschobenes Verhältnis hat. Eine Ahnung davon bekommt man gleich bei den ersten Bildern des Films, die Anna verschwommen und verzerrt in einer Telefonzelle zeigen. Es folgen Anschnitte, Spiegelungen – ästhetische Mittel mit der nicht gar so subtilen Botschaft: Achtung, aufgepasst: Nichts ist so wie es scheint. Anna ist eine Frau Ende Fünfzi

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