Vergiss mein nicht (2012)

Dokumentarfilm | Deutschland 2012 | 88 Minuten

Regie: David Sieveking

Der Filmemacher David Sieveking dokumentiert die fortschreitende Demenz seiner Mutter, die Auswirkungen der Krankheit sowohl auf deren Persönlichkeit als auch auf den Familienverband, vor allem auf das Verhältnis zum Ehemann. Die der Mutter verloren gehenden Erinnerungen werden mit filmischen Mitteln "gerettet", indem über Fotos, Filmaufnahmen und Interviews die Vergangenheit rekapituliert wird, sodass sich über die Auseinandersetzung mit Demenz hinaus das Bild eines Lebens ergibt. Sensibel hält der Film die Balance zwischen Betroffenheit und notwendiger Distanz. Obwohl er sich mit Alter, Tod und dem Schrecken des Vergessens durch die Demenz auseinandersetzt, feiert er vor allem auch die Kostbarkeit des Lebens und geteilter Lebenszeit. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2012
Regie
David Sieveking
Buch
David Sieveking
Kamera
Adrian Stähli
Musik
Jessica de Rooij
Schnitt
Catrin Vogt
Länge
88 Minuten
Kinostart
31.01.2013
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Die Editionen enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte.

Verleih DVD
Lighthouse/farbfilm (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Lighthouse/farbfilm (16:9, 1.78:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
„Wenn ich früher meine Eltern besuchte, hatte meine Mutter immer mein Lieblingsessen vorbereitet.“ So erzählt David Sieveking am Anfang seines Films aus dem Off, und wir sehen die freundliche weißhaarige Frau mit dem Kochlöffel am Herd. Dann ein Familienfoto, mit den Eltern, der Schwester und deren Kindern. Irgendetwas stimmt nicht an diesen glücklichen Bildern: „Irgendwann fielen mir all die Merkzettel meiner Mutter auf“, erzählt der Filmemacher, „und dann an Heiligabend gab es nur Suppe. Zur Bescherung bekam ich gar kein Geschenk von ihr...“ David Sieveking führt den Zuschauer als Erzähler leise, fast beiläufig in seine Familie und den langsamen Verfall der Mutter ein. Sie leidet an fortschreitender Demenz, der Vater, emeritierter Mathematik-Professor, ist der neuen Situation kaum gewachsen. Aus dem Dilemma heraus, einerseits in dieser schwierigen Situation bei seiner Familie sein zu wollen und andererseits seinen Lebensunterhalt als Filmemacher ve

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