Drama | Deutschland 2012 | 96 (24 B./sec.)/93 (25 B./sec.) Minuten

Regie: Nina Grosse

Nach der Haftentlassung eines Ex-RAF-Terroristen treffen sich ehemalige Kader und Unterstützer in einem Gutshaus auf dem Land. Schon bald eskaliert das Wiedersehen, weil verdrängte Emotionen hochkochen und auch die Frage im Raum steht, wer damals der Polizei den entscheidenden Tipp gegeben hat. Kammerspielartige Adaption einer trivialen Romanvorlage, die mit einem erstklassigen Schauspieler-Ensemble vergeblich dagegen ankämpft, nicht als ihre eigene Parodie zu erscheinen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2012
Regie
Nina Grosse
Buch
Nina Grosse
Kamera
Benedict Neuenfels
Musik
Stefan Will
Schnitt
Mona Bräuer
Darsteller
Katja Riemann (Inga Lansky) · Sebastian Koch (Jens Kessler) · Tobias Moretti (Ulrich Lansky) · Barbara Auer (Tina Kessler) · Sylvester Groth (Henner)
Länge
96 (24 B./sec.)/93 (25 B./sec.) Minuten
Kinostart
11.04.2013
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Universum (16:9, 2.35:1, dts-HD dt.)
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Diskussion
Mittlerweile sind die Filme zum immergrünen Thema „RAF“ bzw. „Militanter Widerstand“ wieder da gelandet, wo Anfang der 1970er Jahre im Neuen deutschen Film „alles anfing“: Im zweiten oder dritten Glied der Angehörigen oder der Freunde der Täter, die ja immer auch »irgendwie Opfer« sind. Wir erinnern uns an Katharina Blum, den Biogenetiker Hoffmann in „Messer im Kopf“, die Schwester Juliane in „Die bleierne Zeit“, der Dichter Bernward Vesper in „Die Reise. Vesper begegnete jüngst wieder in Veiels „Wer wenn nicht wir“ – und die Ex-Terroristen wurden von ihrer Vergangenheit auf je unterschiedliche Weise eingeholt in „Schattenwelt“ von Connie Walter und „Es kommt der Tag“ von Susanne Schneider. In letzterem Film wird eine Ex-Terroristin, die unter falscher Identität klandestin im Elsass lebt, aber längst der Gewalt entsagt hat, plötzlich mit ihrer leiblichen Tochter konfrontiert. Schatten der Vergangenheit. Kinder waren im RAF-Kontext ja immer ein Problem: mussten sie zurückgelassen werden wie das Kind von Bernward Vesper und Gudrun Esslin, war es nicht recht. Sollten sie ins Palästinenserlager verbracht werden wie die Töchter von Ulrike Meinhof, musste sie ein Draufgänger wie Stefan Aust in einem heroischen Akt in Sizilien retten. Oder wa

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