Drama | Chile/Spanien 2012 | 109 Minuten

Regie: Sebastián Lelio

Eine lebenshungrige, unabhängige Frau Mitte 50, die seit Jahren in Scheidung lebt und deren Kinder längst erwachsen sind, beginnt eine Liebesaffäre mit einem etwas älteren, ebenfalls geschiedenen Mann. Doch die Verbindlichkeiten, die diesen mit seiner "alten" Familie verbinden, kommen der neuen Romanze in die Quere: Die Frau gibt sich nicht damit zufrieden, nur die zweite Geige zu spielen. Ein ebenso feinfühliger wie unterhaltsamer Porträtfilm, der zwischen sanftem Humor und Melancholie changiert. Er wirft einen genauen Blick auf die Lebensverhältnisse der Protagonistin und weitet ihn an den Rändern zum Panorama eines gesellschaftlichen Klimas, das den Wandel bestehender Verhältnisse herbeisehnt. (Kinotipp der katholischen Filmkritik; Preis der Ökumenischen Jury Berlin 2013) - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
GLORIA
Produktionsland
Chile/Spanien
Produktionsjahr
2012
Regie
Sebastián Lelio
Buch
Sebastián Lelio · Gonzalo Maza
Kamera
Benjamín Echazarreta
Schnitt
Soledad Salfate · Sebastián Lelio
Darsteller
Paulina García (Gloria) · Sergio Hernández (Rodolfo) · Diego Fontecilla (Pedro) · Fabiola Zamora (Ana) · Coca Guazzini (Luz)
Länge
109 Minuten
Kinostart
08.08.2013
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Alamode (16:9, 2.35:1, DD5.1 span./dt.)
Verleih Blu-ray
Alamode (16:9, 2.35:1, dts-HDMA span./dt.)
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Diskussion
Dieses Gesicht ist fast schon ein „Film im Film“: Es erzählt die innere Geschichte, während wir der äußeren folgen, den Szenen aus dem Leben der Titelfigur. Die Fältchen um Glorias Augen sehen danach aus, als würde sie gerne und oft lachen – und tatsächlich tut sie das auch immer wieder. Als Rudolfo, ein etwas älterer Mann, sie zum ersten Mal anspricht, fragt er sie, ob sie immer so glücklich sei. Die Mittfünfzigerin verneint. Auch das sieht man ihr an: Ihre Augen sehen hinter den großen Brillengläsern zwar freundlich in die Welt, aber auch mit einer gewissen Zurückhaltung. Sie zögert manchmal, bevor sie etwas tut, etwa Rudolfo antworten. Und wenn sie nicht lächelt, dann sehen ihre Lider und ihr Mund ein bisschen müde aus. Dabei tut Gloria durchaus, was sie kann, um dem Glück auf die Sprünge zu helf

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