La grande bellezza

- | Frankreich/Italien 2013 | Kinofassung: 147 (DVD: 141 = BD: 147) Extended Version: 173 Minuten

Regie: Paolo Sorrentino

Ein alternder Schriftsteller aus Rom, der gerade 65 Jahre alt geworden ist, spürt ein wachsendes Unbehagen am Müßiggang seines Lebens, das in einer Endlosschleife aus Luxus und Leere gefangen scheint. Ein melancholisch-träumerischer, hypnotisch-verführerischer Film über Exzess, Dekadenz und das eitle Geschwätz der gehobenen Gesellschaft, der mit einer Fülle glänzender filmischer Miniaturen über Sinn und Sinnlosigkeit des Daseins philosophiert. Zugleich eine filmhistorisch raffinierte Hommage auf Federico Fellinis Filmklassiker "Das süße Leben", die hinter all der Pracht und Schönheit nach Momenten erfüllter Gegenwart fahndet. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LA GRANDE BELLEZZA
Produktionsland
Frankreich/Italien
Produktionsjahr
2013
Regie
Paolo Sorrentino
Buch
Paolo Sorrentino · Umberto Contarello
Kamera
Luca Bigazzi
Musik
Lele Marchitelli
Schnitt
Cristiano Travaglioli
Darsteller
Toni Servillo (Jep Gambardella) · Carlo Verdone (Romano) · Sabrina Ferilli (Ramona) · Carlo Buccirosso (Lello Cava) · Iaia Forte (Trumeau)
Länge
Kinofassung: 147 (DVD: 141 = BD: 147) Extended Version: 173 Minuten
Kinostart
25.07.2013
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

Heimkino

Neben der Standardedition (DVD & BD) ist noch ein Mediabook (DVD & BD) erschienen. Die Extras des Mediabooks umfassen u.a. ein informatives Booklet zum Film (19 Seiten). Erschienen ist der Film zudem in einer besonderen, vom Regisseur intendierten Langfassung ("Extended Version"; 173 Min.) auf BD. Diese ist jedoch nur innerhalb der "Paolo Sorrentino Director's Collection" zusammen mit den Filmen "Cheyenne", "Ewige Jugend" und "Il Divo" erhältlich.

Verleih DVD
dcm/Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 ital./dt.)
Verleih Blu-ray
dcm/Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA ital./dt.)
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Diskussion
Die Filme von Paolo Sorrentino haben etwas Hypnotisches. Sie erinnern nicht nur durch ihre Überlänge und ihre magischen Filmscores an einen Rave. Auch der markante Einsatz von Zeitdehnungen in Kombination mit schwindelerregend-eleganten Kamerabewegungen arbeitet einer Art halluzinogenem Erfahrungsraum zu, der – darin liegt ihre intellektuelle Herausforderung – dezidiert an „große“ Themen gekoppelt ist: Liebe, Identität, Familienbande, die italienischen Verhältnisse oder wie jetzt an Fragen nach dem Verhältnis von Schönheit und Sinn. Der „Plot“ tritt bei seiner solchen Ästhetik zwangsläufig zurück, mitunter bis an die Grenze der Erzählbarkeit, was keine Schwäche, sondern die spezifische Signatur dieses Filmschaffens ist. In „La Grande Bellezza“ folgt die „Handlung“ dem Schriftsteller Jep (Toni Servillo), der seinen 65. Geburtstag gerade mit eine

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