Literaturverfilmung | Deutschland 2013 | 109 (24 B../sec.)/105 (25 B./sec.) Minuten

Regie: David Wnendt

Eine attraktive, sich betont ordinär gebende junge Frau in Berlin strapaziert mit ihrer offensiven Lebens- und Ausdrucksweise zwischen Infantilität und entwaffnender Direktheit ihre egomanischen Eltern ebenso wie das Personal des Krankenhauses, in dem sie operiert wird. Die vorzüglich gespielte und inszenierte Verfilmung des "Skandalromans" von Charlotte Roche jongliert mit expliziten Fäkal- und Masturbationswitzen, um eine lieblose, sich im Vordergründigen verlierende Gesellschaft zu entlarven, macht aber hinter der gesuchten Provokation die zwischen Narzissmus und Verzweiflung schwankende Protagonistin ansatzweise durchaus glaubwürdig.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2013
Regie
David Wnendt
Buch
Claus Falkenberg · David Wnendt
Kamera
Jakub Bejnarowicz
Musik
Enis Rotthoff
Schnitt
Andreas Wodraschke
Darsteller
Carla Juri (Helen) · Christoph Letkowski (Robin) · Meret Becker (Mutter) · Axel Milberg (Vater) · Marlen Kruse (Corinna)
Länge
109 (24 B..
sec.)
105 (25 B.
sec.) Minuten
Kinostart
22.08.2013
Fsk
ab 16; f
Genre
Literaturverfilmung

Heimkino

Die Editionen enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte.

Verleih DVD
Fox/Majestic (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Fox/Majestic (16:9, 2.35:1, dts-HD dt.)
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Diskussion
Die erste Verfilmung eines Romans von Charlotte Roche (im Herbst schließt sich an „Feuchtgebiete“ aus dem Jahr 2008 Sönke Wortmann mit „Schoßgebete“ an) beginnt mit einer Po-Spalte in Großaufnahme – die sich gegen die Erwartungshaltung blitzschnell in ein gebeugtes Knie auf einem Skateboard verwandelt. Es gehört zu Helen, einem zwischen Infantilität und entwaffnender Direktheit schwankenden Teenager, der sich partout alle Freiheiten herausnimmt, die seine männlichen Altersgenossen als Initiationsriten in die Erwachsenenwelt zu schätzen wissen. Sie treibt sich in verdreckten Clubs herum, kratzt und riecht hemmungslos an ihren Genitalien, hält handelsübliche Hygieneempfehlungen für überbewertet, fabuliert unaufgefordert über gewagte Sex-Praktiken und ist

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