Dr. Ketel - Der Schatten von Neukölln

Science-Fiction | Deutschland 2011 | 83 Minuten

Regie: Linus de Paoli

Neukölln in der Zukunft: Die sozialen Zustände sind marode, das Gesundheitssystem ist nur noch ein Privileg der Reichen. Ein Arzt kümmert sich trotzdem in Guerilla-Manier um die Ärmsten der Armen, versorgt sie mit gestohlenen Medikamenten und behandelt sie, so gut es die primitiven Gegebenheiten zulassen. Doch dabei droht er sich zu verausgaben und selbst mehr und mehr zum Underdog zu werden. Das Science-Fiction-Drama huldigt mit seinen Schwarz-weiß-Bildern der Stummfilm-Ästhetik der Weimarer Republik. Stilistisch interessant, bleibt die Story allerdings sehr plakativ. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2011
Regie
Linus de Paoli
Buch
Anna de Paoli · Linus de Paoli
Kamera
Nikos Welter
Musik
Felix Raffel
Schnitt
Linus de Paoli
Darsteller
Ketel Weber (Dr. Ketel) · Amanda Plummer (Louise) · Burak Yigit (Ercan) · Pit Bukowski (Pit) · Franziska Rummel (Karo)
Länge
83 Minuten
Kinostart
22.08.2013
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Science-Fiction

Diskussion
Berlin-Neukölln in naher Zukunft: Sozialwesen und Gesundheitssystem sind zusammengebrochen, jede Behandlung kostet viel Geld, die Arztpraxen in dem notorischen Problembezirk haben dichtgemacht. Nur Dr. Ketel, groß gewachsen und mit Dreitagebart, ist dageblieben: nachts zieht er durch die Stadt, um die Armen zu verarzten – und gerät dabei nicht nur in die Illegalität, sondern auch ins Burnout. Der erste Langspielfilm des Regisseur-Autorin-Gespanns Linus und Anna de Paoli kommt zunächst als klassische Endzeitgeschichte daher. Die Kamera fängt den Stress in den Straßen ein, um sich dann den am Wegrand liegen gebliebenen zu widmen: Junkies, Alkis, Ausländer, Alte. Menschen, die von Ketel provisorisch verarztet werden, oft auf offener Straße, mit einem Schluck Wodka als Desinfektionsmittel und einem Beißholz, um die Schmerzen bei der Operation wegzudrücken. Mit harten Kon

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