Der Schaum der Tage

- | Frankreich/Belgien 2013 | Kino: 94 DVD/BD: 90 (= BD: 94) & 126 (= BD: 131) Minuten

Regie: Michel Gondry

Ein Bohémien und Erfinder in einem retrofuturistischen Paris verliebt sich in eine schöne junge Frau. Die beiden heiraten, doch schon in den Flitterwochen nistet sich in der Lunge der Frau eine Seerose ein, die sie dahinsiechen lässt. Unbeschwertheit und Glück schwinden dahin, als der Mann, um die Behandlung bezahlen zu können, in eine kuriose Arbeitswelt einsteigen muss. „Wortwörtliche“ Verfilmung eines Romans von Boris Vian als Sammelsurium kurioser Dinge und Begebenheiten. Eine Aktualisierung wird nicht versucht, sondern dem Stil und den Vorlieben vergangener Jahrzehnte gehuldigt. Die Lust an kuriosen Ausstattungselementen und Tricks droht dabei, die bittersüße Liebesgeschichte zu überfrachten. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
L' ÉCUME DES JOURS
Produktionsland
Frankreich/Belgien
Produktionsjahr
2013
Regie
Michel Gondry
Buch
Luc Bossi
Kamera
Christophe Beaucarne
Musik
Etienne Charry
Schnitt
Marie-Charlotte Moreau
Darsteller
Romain Duris (Colin) · Audrey Tautou (Chloé) · Gad Elmaleh (Chick) · Omar Sy (Nicolas) · Aïssa Maïga (Alise)
Länge
Kino: 94 DVD
BD: 90 (= BD: 94) & 126 (= BD: 131) Minuten
Kinostart
03.10.2013
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.

Heimkino

DVD und BD enthalten die europäische Kinofassung (94 Min.) und die französische Kinofassung (131 Min.). Die Extras enthalten u.a. ein 12-seitiges Booklet zum Film, ein Feature mit selbst in der Langfassung nicht verwendeten Szenen (8 Min.), die Dokumentation "Vom Film zum Roman" (21 Min.) sowie die Dokumentation "Michel Gondry - Ein Blick über die Schulter" (39 Min.). Die Edition (DVD & BD) ist mit dem Silberling 2014 ausgezeichnet.

Verleih DVD
StudioCanal (16:9, 1.85:1, DD5.1 frz./dt.)
Verleih Blu-ray
StudioCanal (16:9, 1.85:1, dts-HD frz./dt.)
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Diskussion
Vorsicht, eine Überdosis Fantasie! Seit vielen Jahren kokettierte Michel Gondry mit dem Plan, Boris Vians „Der Schaum der Tage“ ein weiteres Mal zu verfilmen. Der surreale Liebesroman gilt nicht nur unter Vian-Fans als unverfilmbar, zumal unter jenen, die sich noch an Charles Belmonts ambitioniert gescheiterten Versuch von 1968 erinnern. Auch hierzulande wird „Der Schaum der Tage“ wohl alle zehn Jahre aufs Neue zum „Kultroman“ ausgerufen. Mit wechselndem Erfolg, was sich in den repertoirehaften Wiedervorlagen spiegelt. Jenseits des Rhein sieht die Sache etwas anders aus: In Interviews mit dem Regisseur und seinen Hauptdarstellern (Romain Duris, Audrey Tautou, Gad Elmaleh) im Umfeld der Neuverfilmung wird deutlich, dass Vians Roman von 1947 bei der Generation der 40- bis 50-Jährigen als Teil des kulturellen Kanons behandelt wird, den man gelesen hat und verehrt. Und natürlich kennen und verehren alle Schauspieler auch die Filme

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