Drama | USA 2013 | 101 Minuten

Regie: Lee Daniels

Die von historischen Fakten vage inspirierte Geschichte eines schwarzen Butlers, der im Weißen Haus in Washington acht verschiedenen US-Präsidenten diente. Ein gediegen inszenierter und verschwenderisch prominent besetzter Film voller erbaulicher Töne und einem geradezu zeremoniell getragenen Erzählrhythmus. Statt die tragische Selbstverleugnung des Dieners auszuloten, die im Zentrum dieser langen Lebensgeschichte steht, deutet die Inszenierung den Stoff eher als Facette afroamerikanischer Emanzipation. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE BUTLER | LEE DANIELS' THE BUTLER
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2013
Regie
Lee Daniels
Buch
Danny Strong
Kamera
Andrew Dunn
Musik
Rodrigo Leão
Schnitt
Joe Klotz
Darsteller
Forest Whitaker (Cecil Gaines) · Oprah Winfrey (Gloria Gaines) · David Oyelowo (Louis Gaines) · Elijah Kelley (Charlie Gaines) · Terrence Howard (Howard)
Länge
101 Minuten
Kinostart
10.10.2013
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras enthalten u.a. ein Feature mit neun im Film nicht verwendeten Szenen (21 Min.).

Verleih DVD
Prokino (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Prokino (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
„Der Butler“ handelt von einem Mann, der sich fast hundert Jahre lang selbst verleugnet. Als schwarzer Junge lernt Cecil, dass das schiere Überleben im Süden der USA vom Kuschen und Ducken abhängt, bevor ihm als jungem Mann eingetrichtert wird, dass der Beruf des Butlers, den er bis ins hohe Alter ausübt, eine Art Selbstauslöschung erfordere: Wenn er einen Raum betrete, soll man den Eindruck gewinnen, dass der Raum leer sei, lautet die Maxime, die Cecil während der Ausbildung verinnerlicht. Daraus resultiert eine Lebensgeschichte, die man tragisch finden kann. Doch Regisseur Lee Daniels („Precious“, fd 39 778) schlägt in seinem vierten Spielfilm einen sehr erbaulichen Ton an; er fasst diesen Stoff als Facette jenes gesellschaftlichen Fortschritts auf, der die USA aus einer von Apartheid geprägten Vergangenheit in die von einem Afroamerikaner regierte Gegenwart führte. Der Kontrast zwischen Damals und Heute wird durch eine Rahmenhandlung betont, in der der Protagonist auf eine Privataudienz bei Präsident Obama wartet, ehe der Film in die Kindheit zurückgeblendet, die Cecil in den 1920er-Jahren auf einer Baumwollplanta

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